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Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang beweist der Deutsche Wetterdienst erneut, dass Meteorologie eigentlich nur das pseudowissenschaftliche Äquivalent zum Kartenlegen für Menschen mit Funktionsjacken-Fetisch ist. Während in Baden-Württemberg Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet werden, bereitet sich die lokale Bevölkerung bereits darauf vor, das Ersparte nicht mehr in Bausparverträge, sondern in private Beschneidungsanlagen umzufunktionieren, um die Luftzirkulation im Ländle irgendwie aufrechtzuerhalten. Es ist die Art von Hitze, bei der die schwäbische Kehrwoche zur rituellen Selbstgeißelung im eigenen Schweiß mutiert und der Daimler-Vorstand ernsthaft überlegt, die Klimaanlagen der S-Klasse künftig als kostenpflichtiges Abonnement pro Atemzug anzubieten. Es gilt das eherne Gesetz des deutschen Klimas: Entweder man schmilzt wie die moralische Integrität der FIFA oder man wird vom Blitz getroffen. Letzteres Schicksal ereilt zuverlässig den Osten der Republik, wo unwetterartige Gewitter erwartet werden, die so heftig ausfallen, dass selbst die lokalen Wutbürger kurzzeitig vergessen, worauf sie eigentlich wütend sind, weil ihre AfD-Plakate im Hagelsturm die strukturelle Integrität von feuchtem Toilettenpapier beweisen. Der Deutsche Wetterdienst warnt derweil eindringlich vor dem Aufenthalt im Freien, was ohnehin hinfällig ist, da das durchschnittliche deutsche Immobilieneigentum bei diesen Temperaturen die Wärmespeicherkapazität eines Kernreaktors besitzt. Wer nicht bei 38 Grad in Stuttgart als menschliche Maultasche im eigenen Saft schmort, darf sich in Thüringen von Hagelkörnern in der Größe von Golfbällen erschlagen lassen, die ironischerweise die einzige Form von Sport darstellen, die in diesen Breitengraden heute noch praktiziert wird. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der deutsche Sommer wie eine deutsche Bahnreise ist: Man hat vorher reserviert, aber wenn es losgeht, brennt die Oberleitung und man sitzt in der prallen Sonne fest, während der Schaffner den Weltuntergang als wetterbedingte Verzögerung verkauft.
Panorama

Sommeranfang: Baden-Württemberger bei 38 Grad gargekocht während der Osten standesgemäß untergeht

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang beweist der Deutsche Wetterdienst erneut, dass Meteorologie eigentlich nur das pseudowissenschaftliche Äquivalent zum Kartenlegen für Menschen mit Funktionsjacken-Fetisch ist. Während in Baden-Württemberg Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet werden, bereitet sich die lokale Bevölkerung bereits darauf vor, das Ersparte nicht mehr in Bausparverträge, sondern in private Beschneidungsanlagen umzufunktionieren, um die Luftzirkulation im Ländle irgendwie aufrechtzuerhalten. Es ist die Art von Hitze, bei der die schwäbische Kehrwoche zur rituellen Selbstgeißelung im eigenen Schweiß mutiert und der Daimler-Vorstand ernsthaft überlegt, die Klimaanlagen der S-Klasse künftig als kostenpflichtiges Abonnement pro Atemzug anzubieten. Es gilt das eherne Gesetz des deutschen Klimas: Entweder man schmilzt wie die moralische Integrität der FIFA oder man wird vom Blitz getroffen. Letzteres Schicksal ereilt zuverlässig den Osten der Republik, wo unwetterartige Gewitter erwartet werden, die so heftig ausfallen, dass selbst die lokalen Wutbürger kurzzeitig vergessen, worauf sie eigentlich wütend sind, weil ihre AfD-Plakate im Hagelsturm die strukturelle Integrität von feuchtem Toilettenpapier beweisen. Der Deutsche Wetterdienst warnt derweil eindringlich vor dem Aufenthalt im Freien, was ohnehin hinfällig ist, da das durchschnittliche deutsche Immobilieneigentum bei diesen Temperaturen die Wärmespeicherkapazität eines Kernreaktors besitzt. Wer nicht bei 38 Grad in Stuttgart als menschliche Maultasche im eigenen Saft schmort, darf sich in Thüringen von Hagelkörnern in der Größe von Golfbällen erschlagen lassen, die ironischerweise die einzige Form von Sport darstellen, die in diesen Breitengraden heute noch praktiziert wird. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der deutsche Sommer wie eine deutsche Bahnreise ist: Man hat vorher reserviert, aber wenn es losgeht, brennt die Oberleitung und man sitzt in der prallen Sonne fest, während der Schaffner den Weltuntergang als wetterbedingte Verzögerung verkauft.

21.06.2026, 10:00 · Ausgabe Nr. 111

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Ab heute ist offiziell Sommer - und der hat es in sich: In Baden-Württemberg werden bis zu 38 Grad erwartet. Neben der Hitze warnt der Deutsche Wetterdienst aber für den Osten auch vor unwetterartigen Gewittern.

Quelle: tagesschau.de