
Pistorius plant Hormus-Einsatz für 2045: Segelschiffe erst im TÜV-Verfahren
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat im Bericht aus Berlin jegliche Hoffnung auf einen schnellen Militäreinsatz an der Straße von Hormus im Keim erstickt und damit das deutsche Kernmotto der strategischen Schockstarre untermauert. Während andere Nationen bereits ungeduldig ihre Zerstörer polieren, erinnert Pistorius daran, dass die Bundeswehr traditionell erst dann einsatzbereit ist, wenn der entsprechende Konflikt bereits historische Fußnoten in Schulbüchern bildet. Das Problem sei nicht der Wille, sondern die materielle Realität, die eher an ein mobiles Museum für Kaltkriegs-Reliquien erinnert als an eine moderne Marine. Bevor die Fregatte Hessen auch nur den Anker lichtet, muss laut Ministerium geprüft werden, ob die Bordküche die aktuellen Energieeffizienzklassen einhält und ob die Rettungsboote auch über eine gültige Feinstaubplakette verfügen. Man könne nicht einfach Schiffe in eine logistische Engstelle schicken, ohne vorher ein dreijähriges parlamentarisches Begleitgremium zur Evaluierung der potenziellen Seekrankheitsquote einzuberufen. Tatsächlich scheint die Bundesregierung den strategischen Vorteil der totalen Unbeholfenheit für sich entdeckt zu haben: Wenn man so lange für eine Entscheidung braucht, dass das Meer bereits verdunstet ist, spart man sich die teuren Treibstoffkosten. Pistorius dämpft die Erwartungen also völlig zu Recht, denn wer die deutsche Bürokratie kennt, weiß genau, dass eine Mandatserteilung für die Straße von Hormus deutlich länger dauert als die Evolution eines neuen Meeresbewohners. Am Ende wird Deutschland vermutlich eine hochmoderne Flotte aus Tretbooten entsenden, sobald das Verteidigungsministerium geklärt hat, ob die Kapitäne während der Fahrt vorschriftsmäßig eine Warnweste über ihrer Schwimmhilfe tragen müssen.