
Deutsches Volk kurz davor, die eigene Schweißbildung als regenerative Energiequelle anzumelden
Während die Thermometer im Südwesten der Republik die 40-Grad-Marke mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und der Erbarmungslosigkeit eines mittelalterlichen Inquisitors anvisieren, hat die Bundesregierung das Phänomen bereits als Teil der Nationalen Klimastrategie deklariert. Wer bei diesen Temperaturen noch auf Abkühlung hofft, hat den Schuss nicht gehört oder leidet bereits an einer hitzebedingten kognitiven Dissonanz, die hiesige Meteorologen schlicht als Realität bezeichnen. Die angekündigten Unwetter fungieren dabei lediglich als kosmetische Korrektur einer ohnehin bereits flüssigen Bevölkerung, die sich mittlerweile nur noch über die Viskosität ihres eigenen Aggregatzustandes definiert. Es ist die ultimative Ironie der Evolution: Wir haben das Feuer entdeckt, um uns davor zu schützen, nur um nun in einer Epoche zu landen, in der das Öffnen eines Fensters im Dachgeschoss als versuchter Suizid durch Garen im eigenen Saft gewertet werden muss. Die Deutschen, diese weltmeisterlichen Querulanten des Wetters, stehen nun vor dem ultimativen Dilemma. Ist es zu heiß zum Meckern oder ist das Meckern die einzige Kühlung? Wenn der Schweiß auf der Stirn schneller verdunstet als die Versprechen der FDP zur CO2-Neutralität, weiß man, dass der Sommer seinen Zenit erreicht hat. Die kommenden Gewitter werden das Ganze lediglich in ein feuchtwarmes Tropenhaus verwandelt haben, in dem die Luftfeuchtigkeit so hoch ist, dass man sie nicht mehr atmet, sondern mit dem Messer in mundgerechte Stücke schneiden muss. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Die einzige Chance auf Abkühlung in diesem Land bietet derzeit nur noch das soziale Klima zwischen den Koalitionspartnern in Berlin.