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Gianni Infantino hat es wieder getan. Der Mann, dessen moralischer Kompass so verlässlich ist wie ein Navigationssystem in einer Müllpresse, versprach den USA einen ökonomischen Goldrausch, der selbst die Ära des Wilden Westens wie eine karg subventionierte Pfadfinderfreizeit aussehen ließe. Doch während die FIFA-Funktionäre in ihren klimatisierten Suiten bereits das fiktive Geld zählen, herrscht in den amerikanischen Fanzonen eine Atmosphäre, die an eine geschlossene Abteilung für depressive Statisten erinnert. Die versprochenen Heerscharen kauffreudiger Fußball-Romantiker entpuppen sich als optische Täuschung, was vermutlich daran liegt, dass das durchschnittliche US-Verständnis von Soccer eher bei einer Variante von autoritärem Rasenschach mit Pausenclowns liegt. In Städten wie Dallas oder Kansas City stehen die Wirte in ihren leeren Kneipen und warten auf den warmen Geldregen, während sie feststellen müssen, dass die FIFA-Definition von Boom lediglich das Geräusch ist, wenn das Marketing-Konstrukt der Realität begegnet. Es ist die kühne Arroganz eines Verbandes, der glaubt, man könne Kultur durch das bloße Platzieren eines überteuerten Balls in einer Wüste aus Parkplätzen erzwingen. Man darf nicht vergessen: Infantino hält den Leerstand wahrscheinlich nur für eine besonders exklusive Form der Raumgestaltung für VIP-Sponsoren. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass selbst die beste Bestechungssumme der Welt kein echtes Interesse simulieren kann, wenn das Produkt so seelenlos ist wie die Inneneinrichtung eines Schweizer Bankschließfachs. Die USA haben das Event bereits so gründlich ignoriert, dass man dort wahrscheinlich erst beim Finale merkt, dass keine Werbepause für Super-Bowl-Hotdogs eingeplant war.
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FIFA-Märchenstunde: Wenn Infantino in den USA den Unsichtbaren boomt

Gianni Infantino hat es wieder getan. Der Mann, dessen moralischer Kompass so verlässlich ist wie ein Navigationssystem in einer Müllpresse, versprach den USA einen ökonomischen Goldrausch, der selbst die Ära des Wilden Westens wie eine karg subventionierte Pfadfinderfreizeit aussehen ließe. Doch während die FIFA-Funktionäre in ihren klimatisierten Suiten bereits das fiktive Geld zählen, herrscht in den amerikanischen Fanzonen eine Atmosphäre, die an eine geschlossene Abteilung für depressive Statisten erinnert. Die versprochenen Heerscharen kauffreudiger Fußball-Romantiker entpuppen sich als optische Täuschung, was vermutlich daran liegt, dass das durchschnittliche US-Verständnis von Soccer eher bei einer Variante von autoritärem Rasenschach mit Pausenclowns liegt. In Städten wie Dallas oder Kansas City stehen die Wirte in ihren leeren Kneipen und warten auf den warmen Geldregen, während sie feststellen müssen, dass die FIFA-Definition von Boom lediglich das Geräusch ist, wenn das Marketing-Konstrukt der Realität begegnet. Es ist die kühne Arroganz eines Verbandes, der glaubt, man könne Kultur durch das bloße Platzieren eines überteuerten Balls in einer Wüste aus Parkplätzen erzwingen. Man darf nicht vergessen: Infantino hält den Leerstand wahrscheinlich nur für eine besonders exklusive Form der Raumgestaltung für VIP-Sponsoren. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass selbst die beste Bestechungssumme der Welt kein echtes Interesse simulieren kann, wenn das Produkt so seelenlos ist wie die Inneneinrichtung eines Schweizer Bankschließfachs. Die USA haben das Event bereits so gründlich ignoriert, dass man dort wahrscheinlich erst beim Finale merkt, dass keine Werbepause für Super-Bowl-Hotdogs eingeplant war.

22.06.2026, 13:01 · Ausgabe Nr. 125

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Vor dem Turnier hatte die FIFA den amerikanischen Städten einen Boom versprochen. Touristen aus aller Welt sollen Hotels und Kneipen einen warmen WM-Regen bescheren. Doch die Rechnung geht bislang nicht auf. Von Samuel Jackisch.

Quelle: tagesschau.de