
Winter is coming: Inzestuöse Labour-Liebe krönt neuen König des Nordens
Nachdem Keir Starmer seine Regierungszeit mit dem Charisma einer feuchten Raufasertapete in den Sand gesetzt hat, schickt Westminster nun den Prototypen des britischen Hoffnungsträgers ins Rennen: Andy Burnham. Dass der 56-Jährige erst letzte Woche per Nachwahl ins Unterhaus rutschte, ist in der ältesten Demokratie der Welt kein Zeichen von Inkompetenz, sondern die notwendige Reifezeit in der parlamentarischen Tiefkühltruhe. In London hofft man inständig, dass der King of the North mehr draufhat als sein fiktives Vorbild Jon Snow, der bekanntermaßen nichts wusste und am Ende trotzdem mit der Verwandtschaft kuschelte. Burnham verkörpert den Traum jedes Labour-Wählers: Er spricht verständliches Englisch ohne den aristokratischen Kaugummi-Akzent der Konservativen und sieht dabei so bodenständig aus, dass man ihm sogar zutrauen würde, ein Guinness ohne Anleitung zu unfallfrei zu bestellen. Die politische Konkurrenz zittert bereits, denn Burnham beherrscht das seltene Kunststück, den strukturschwachen Norden so pathetisch zu besingen, dass selbst Margaret Thatcher im Jenseits kurzzeitig den Griff um ihre Handtasche lockern würde. Während Starmer als personifizierte Schlaftablette die Nation sedierte, soll Burnham nun das politische Äquivalent eines frittierten Marsriegels sein: außen klebrig, innen fragwürdig, aber für den Moment ein verdammt billiger Rausch. Wer braucht schon Stabilität, wenn man einen Mann haben kann, dessen einzige Qualifikation für das höchste Staatsamt darin besteht, nicht Keir Starmer zu sein und bei Regen keine Kapuze zu tragen. Am Ende bleibt nur die bittere Erkenntnis für die Briten: Egal wer auf dem eisernen Thron in Downing Street sitzt, das Land ist weiterhin so bankrott, dass man die Kronjuwelen vermutlich bald gegen drei Liter bleifreies Benzin und eine Packung Minzsauce eintauschen muss.