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In Australien ist die digitale Kastration der Jugend in die heiße Phase getreten. Seit das Gesetz zur Social-Media-Abstinenz unter 16 Jahren in Kraft ist, verwandelt sich der fünfte Kontinent in ein gigantisches Erlebnismuseum für analoge Inkompetenz. Während Premier Albanese glaubt, er könne eine ganze Generation per Mausklick ins Jahr 1952 zurückbeamen, beweisen die pubertierenden Cyber-Guerillas eine Kreativität, die man sich in der australischen Wirtschaftspolitik sehnlichst wünschen würde. Das Internetverbot wird mit einer Nonchalance umgangen, die zeigt, dass die Sperren technisch etwa so sicher sind wie eine Hüpfburg inmitten einer Kaktusfarm. Besonders beliebt ist die 'Michael-Jackson-Methode': Jugendliche bleichen sich digital auf oder nutzen KI-Stimmwandler, um bei der automatisierten Alterskontrolle als rüstige Rentner durchzugehen. Die Gesichtserkennungssoftware kapituliert reihenweise vor Kindern, die sich mit Filzstiftfalten und der Attitüde eines verbitterten Steuerberaters einloggen. Es ist der ultimative Triumph des menschlichen Überlebenswillens über die bürokratische Hoffnungslosigkeit: Wer früher heimlich hinter der Sporthalle rauchte, fälscht heute mit der Präzision eines KGB-Agenten seine digitale Identität, nur um drei Sekunden lang tanzende Katzen zu sehen. Die Regierung hingegen feiert das Gesetz als vollen Erfolg, während die Geburtenrate von Fake-Profilen die Population der Kängurus längst überholt hat. Australien hat es geschafft: Eine Generation, die eigentlich nur TikTok-Tänze lernen wollte, wird nun zwangsweise zu den versiertesten Hackern der Südhalbkugel ausgebildet. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man die Jugend zwar aus dem Netz verbannen kann, das Netz aber nicht aus dem hormonellen Wahnsinn einer Generation, die lieber im Darknet surft, als ihrer Mutter beim Grillen zuzusehen.
Ausland

Digitaler Outcheck Down Under: Australien schickt seine Kinder zurück in die Steinzeit

In Australien ist die digitale Kastration der Jugend in die heiße Phase getreten. Seit das Gesetz zur Social-Media-Abstinenz unter 16 Jahren in Kraft ist, verwandelt sich der fünfte Kontinent in ein gigantisches Erlebnismuseum für analoge Inkompetenz. Während Premier Albanese glaubt, er könne eine ganze Generation per Mausklick ins Jahr 1952 zurückbeamen, beweisen die pubertierenden Cyber-Guerillas eine Kreativität, die man sich in der australischen Wirtschaftspolitik sehnlichst wünschen würde. Das Internetverbot wird mit einer Nonchalance umgangen, die zeigt, dass die Sperren technisch etwa so sicher sind wie eine Hüpfburg inmitten einer Kaktusfarm. Besonders beliebt ist die 'Michael-Jackson-Methode': Jugendliche bleichen sich digital auf oder nutzen KI-Stimmwandler, um bei der automatisierten Alterskontrolle als rüstige Rentner durchzugehen. Die Gesichtserkennungssoftware kapituliert reihenweise vor Kindern, die sich mit Filzstiftfalten und der Attitüde eines verbitterten Steuerberaters einloggen. Es ist der ultimative Triumph des menschlichen Überlebenswillens über die bürokratische Hoffnungslosigkeit: Wer früher heimlich hinter der Sporthalle rauchte, fälscht heute mit der Präzision eines KGB-Agenten seine digitale Identität, nur um drei Sekunden lang tanzende Katzen zu sehen. Die Regierung hingegen feiert das Gesetz als vollen Erfolg, während die Geburtenrate von Fake-Profilen die Population der Kängurus längst überholt hat. Australien hat es geschafft: Eine Generation, die eigentlich nur TikTok-Tänze lernen wollte, wird nun zwangsweise zu den versiertesten Hackern der Südhalbkugel ausgebildet. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man die Jugend zwar aus dem Netz verbannen kann, das Netz aber nicht aus dem hormonellen Wahnsinn einer Generation, die lieber im Darknet surft, als ihrer Mutter beim Grillen zuzusehen.

24.06.2026, 10:01 · Ausgabe Nr. 148

Original Nachricht

Seit gut einem halben Jahr sind in Australien Accounts in sozialen Medien für unter 16-Jährige tabu - eigentlich, denn es gibt Schlupflöcher. Und manchmal hilft sogar Michael Jackson beim Schummeln. Von Jennifer Johnston.

Quelle: tagesschau.de