
Deutscher Wald weigert sich gegen Burnout-Prävention: Saegewerke fordern Burnout-Holz für Buromöbel
In deutschen Ministerien herrscht hektische Betriebsamkeit, denn man hat entdeckt, dass der Wald nicht nur zum Spazierengehen mit Funktionskleidung taugt, sondern tatsaechlich eine Funktion hat. Während die Erderwärmung den deutschen Fichten den Rest gibt, blicken Janina Schreiber und die hiesigen Sägewerksbesitzer in eine Zukunft, die so staubtrocken ist wie der Boden in der Uckermark. Der Waldumbau stockt, weil die deutsche Eiche scheinbar das einzige Lebewesen in diesem Land ist, das noch einen Rest Stolz besitzt und sich weigert, unter industriellen Bedingungen effizient zu sterben. Die Saegewerke klagen ihr Leid, da ihre Maschinen auf Monokulturen und die intellektuelle Anspruchslosigkeit der Fichte programmiert sind. Jetzt soll alles diverser werden, doch der deutsche Maschinenpark reagiert auf Mischwald so allergisch wie ein AfD-Waehler auf eine multikulturelle Wohngemeinschaft. Man fordert nun staatliche Subventionen für saeurebeständige Kreissaegeblaetter, weil das Laub der Buche offenbar zu viel bildungsbürgerliche Arroganz versprüht. Es ist die ultimative Ironie der Moderne: Wir versuchen die Lunge der Welt zu retten, damit wir weiterhin genug Spanplatten produzieren können, um daraus Regale zu bauen, in die wir Bücher über die Rettung der Umwelt stellen können. Wenn der Waldumbau scheitert, hat das immerhin einen Vorteil fuer die Baubranche: Beton brennt schlechter als die deprimierten Überreste dessen, was wir früher einmal Natur nannten, bevor wir versuchten, sie in Excel-Tabellen zu pressen. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, dass der deutsche Wald schneller im Burnout landet als ein Junior-Berater bei McKinsey, nur dass der Baum beim Umfallen weniger Spesen verursacht.