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In einer Sternstunde der transatlantischen Unterwürfigkeit hat Bundeskanzler Friedrich Merz dem frisch reanimierten US-Präsidenten Donald Trump zu seinem neusten Taschenspielertrick gratuliert. Während die Weltwirtschaft aufgrund der Blockade der Straße von Hormus Schnappatmung bekommt, preist Merz die Strategie, ein Feuer erst selbst zu legen, um sich anschließend als exklusiver Lieferant von Löschwasser wählen zu lassen, als diplomatischen Meilenstein. Es ist die hohe Schule der Geopolitik: Trump droht mit der nuklearen Einäscherung des Irans, und Merz applaudiert so fest, dass man im Sauerland die tektonischen Verschiebungen spüren kann. Dass die Straße von Hormus erst am Freitag geöffnet wird, ist kein technisches Hindernis, sondern schierer Sadismus als Verhandlungstaktik. Man gönnt den Tankerkapitänen eben noch eine kleine meditative Auszeit im Fadenkreuz der Revolutionsgarden. Merz, der Mann gewordene Business-Class-Sitz, erkennt in diesem toxischen Gemisch aus Testosteron und Zolltarifen zweifellos seine eigene Vision einer bürgerlichen Leitkultur wieder. In Berlin munkelt man bereits, der Kanzler wolle das Modell auf die Schuldenbremse übertragen: Erst das Land finanziell aushungern, bis die Kommunen um Gnade winseln, und sich dann als Retter der schwarzen Null feiern lassen, während die Brücken im Hintergrund wie mürbe Kekse zerbröseln. Dieser Durchbruch ist so diplomatisch wie ein Vorschlaghammer bei einer Augenoperation. Wenn Trump und Merz gemeinsam den Weltfrieden gestalten, ist das ungefähr so vertrauenerweckend, als würde man einem Rudel Schakale die ethische Leitung eines Streichelzoos übertragen, nur weil sie versprochen haben, die Lämmer erst ab kommenden Freitag zu fressen.
Ausland

Frieden durch Erpressung: Merz feiert Trumps diplomatische Geiselnahme des Persischen Golfs

In einer Sternstunde der transatlantischen Unterwürfigkeit hat Bundeskanzler Friedrich Merz dem frisch reanimierten US-Präsidenten Donald Trump zu seinem neusten Taschenspielertrick gratuliert. Während die Weltwirtschaft aufgrund der Blockade der Straße von Hormus Schnappatmung bekommt, preist Merz die Strategie, ein Feuer erst selbst zu legen, um sich anschließend als exklusiver Lieferant von Löschwasser wählen zu lassen, als diplomatischen Meilenstein. Es ist die hohe Schule der Geopolitik: Trump droht mit der nuklearen Einäscherung des Irans, und Merz applaudiert so fest, dass man im Sauerland die tektonischen Verschiebungen spüren kann. Dass die Straße von Hormus erst am Freitag geöffnet wird, ist kein technisches Hindernis, sondern schierer Sadismus als Verhandlungstaktik. Man gönnt den Tankerkapitänen eben noch eine kleine meditative Auszeit im Fadenkreuz der Revolutionsgarden. Merz, der Mann gewordene Business-Class-Sitz, erkennt in diesem toxischen Gemisch aus Testosteron und Zolltarifen zweifellos seine eigene Vision einer bürgerlichen Leitkultur wieder. In Berlin munkelt man bereits, der Kanzler wolle das Modell auf die Schuldenbremse übertragen: Erst das Land finanziell aushungern, bis die Kommunen um Gnade winseln, und sich dann als Retter der schwarzen Null feiern lassen, während die Brücken im Hintergrund wie mürbe Kekse zerbröseln. Dieser Durchbruch ist so diplomatisch wie ein Vorschlaghammer bei einer Augenoperation. Wenn Trump und Merz gemeinsam den Weltfrieden gestalten, ist das ungefähr so vertrauenerweckend, als würde man einem Rudel Schakale die ethische Leitung eines Streichelzoos übertragen, nur weil sie versprochen haben, die Lämmer erst ab kommenden Freitag zu fressen.

15.06.2026, 04:01 · Ausgabe Nr. 16

Original Nachricht

Bundeskanzler Merz hat die Einigung zwischen den USA und Iran begrüßt und US-Präsident Trump zu einem "diplomatischen Durchbruch" gratuliert. Die Straße von Hormus soll laut USA erst am Freitag geöffnet werden.

Quelle: tagesschau.de