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Um die deutsche Wirtschaft vor dem drohenden Kollaps durch übermäßige Vernunft zu bewahren, hat das Kabinett nun den finalen Befreiungsschlag gegen den Effizienzwahn geführt. Wirtschaftsministerin Reiche, deren Optimismus mittlerweile jene physikalischen Grenzen sprengt, die ihre Vorgaben eigentlich einhalten sollten, senkt die Energiesparziele auf EU-Maß herab. Das ist die politische Entsprechung dazu, ein brennendes Haus mit Benzin zu löschen, weil das Wasser so furchtbar kalkhaltig war. Ab sofort dürfen Behörden und Firmen wieder heizen, als gäbe es kein Morgen – was angesichts der klimatischen Prognosen ohnehin die ehrlichste Form der Zukunftsplanung darstellt. Wenn der deutsche Mittelstand schon nicht durch Innovation glänzt, dann wenigstens durch die wohlige Abwärme völlig veralteter Industrieanlagen. Es ist ein herrlicher Sieg der Kurzsichtigkeit über die Thermodynamik: Während der Rest der Welt an Halbleitern forscht, investiert Deutschland wieder in das bewährte Konzept der unkontrollierten Verpuffung. Man will den Unternehmen nicht zumuten, moderne Standards einzuhalten, wenn man stattdessen auch einfach das regulatorische Niveau eines moldawischen Schrottplatzes anvisieren kann. Schließlich ist die Wirtschaft wie ein verwöhntes Kind im Hochsommer: Sobald man ihr die Spielzeuge wegnimmt oder sie zum Aufräumen zwingt, droht sie mit Arbeitsplatzabbau oder kollektiver Schnappatmung. Ministerin Reiche hat verstanden, dass man ein sinkendes Schiff am besten dadurch stabilisiert, dass man die Bilgepumpen direkt in den Maschinenraum umleitet. Am Ende steht die Erkenntnis, dass deutsche Wettbewerbsfähigkeit wohl nur dann funktioniert, wenn die Raumtemperatur in DAX-Konzernen proportional zur moralischen Flexibilität der Vorstände steigt.
Wirtschaft

Klimaschutz nur noch bei Frost: Kabinett beendet CO2-Diktatur durch thermische Anarchie

Um die deutsche Wirtschaft vor dem drohenden Kollaps durch übermäßige Vernunft zu bewahren, hat das Kabinett nun den finalen Befreiungsschlag gegen den Effizienzwahn geführt. Wirtschaftsministerin Reiche, deren Optimismus mittlerweile jene physikalischen Grenzen sprengt, die ihre Vorgaben eigentlich einhalten sollten, senkt die Energiesparziele auf EU-Maß herab. Das ist die politische Entsprechung dazu, ein brennendes Haus mit Benzin zu löschen, weil das Wasser so furchtbar kalkhaltig war. Ab sofort dürfen Behörden und Firmen wieder heizen, als gäbe es kein Morgen – was angesichts der klimatischen Prognosen ohnehin die ehrlichste Form der Zukunftsplanung darstellt. Wenn der deutsche Mittelstand schon nicht durch Innovation glänzt, dann wenigstens durch die wohlige Abwärme völlig veralteter Industrieanlagen. Es ist ein herrlicher Sieg der Kurzsichtigkeit über die Thermodynamik: Während der Rest der Welt an Halbleitern forscht, investiert Deutschland wieder in das bewährte Konzept der unkontrollierten Verpuffung. Man will den Unternehmen nicht zumuten, moderne Standards einzuhalten, wenn man stattdessen auch einfach das regulatorische Niveau eines moldawischen Schrottplatzes anvisieren kann. Schließlich ist die Wirtschaft wie ein verwöhntes Kind im Hochsommer: Sobald man ihr die Spielzeuge wegnimmt oder sie zum Aufräumen zwingt, droht sie mit Arbeitsplatzabbau oder kollektiver Schnappatmung. Ministerin Reiche hat verstanden, dass man ein sinkendes Schiff am besten dadurch stabilisiert, dass man die Bilgepumpen direkt in den Maschinenraum umleitet. Am Ende steht die Erkenntnis, dass deutsche Wettbewerbsfähigkeit wohl nur dann funktioniert, wenn die Raumtemperatur in DAX-Konzernen proportional zur moralischen Flexibilität der Vorstände steigt.

25.06.2026, 07:01 · Ausgabe Nr. 161

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Energiesparen soll für Firmen und Behörden einfacher werden. Das Kabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Vorgaben auf EU-Maß zurückschrauben soll. Das soll die Wirtschaft stärken, hofft Wirtschaftsministerin Reiche.

Quelle: tagesschau.de