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Donald Trump, der lebende Beweis dafür, dass man auch ohne Frontallappen ein Imperium aus Goldlacken errichten kann, hat den transatlantischen Handelskrieg wiederbelebt. Weil Frankreich es wagte, die steuerlichen Schlupflöcher amerikanischer Tech-Giganten mit einer Digitalsteuer zu stopfen, reagiert das Weiße Haus mit der diplomatischen Finesse eines betrunkenen Nashorns. Wenn Apple und Google nicht länger gratis in Europa wildern dürfen, müssen eben Champagner, Handtaschen und Käse dran glauben. Trump droht mit Strafzöllen, die so hoch sind wie sein eigenes Ego, aber deutlich fundierter begründet als seine Frisur. Man wolle den Franzosen zeigen, dass man die Freiheit nicht nur exportiert, sondern sie den Europäern auch beim Import von Camembert ordentlich in Rechnung stellt. Diese protektionistische Breitseite ist die ökonomische Entsprechung zu einem Kleinkind, das das Spielbrett umwirft, weil es die Regeln von Monopoly nicht versteht, aber die Banknoten essen will. Die EU unterdessen reagiert mit der gewohnten Dynamik eines verrosteten Öltankers und schickt empörte Pressemitteilungen, die in Washington vermutlich direkt als Toilettenpapier für die vergoldeten Abtritte des Mar-a-Lago-Resorts dienen. Am Ende steht die bittere Erkenntnis: Während das Silicon Valley unsere Daten saugt und die Steuern drückt, zahlen wir demnächst für ein Baguette denselben Preis wie für ein iPhone, inklusive der Hoffnung, dass der Mehlstaub weniger Überwachungspotenzial bietet als eine durchschnittliche iCloud-Sicherung.
Wirtschaft

Protektionistischer Wutanfall: Trump will Roquefort mit dem IQ von Facebook-Kommentaren verzollen

Donald Trump, der lebende Beweis dafür, dass man auch ohne Frontallappen ein Imperium aus Goldlacken errichten kann, hat den transatlantischen Handelskrieg wiederbelebt. Weil Frankreich es wagte, die steuerlichen Schlupflöcher amerikanischer Tech-Giganten mit einer Digitalsteuer zu stopfen, reagiert das Weiße Haus mit der diplomatischen Finesse eines betrunkenen Nashorns. Wenn Apple und Google nicht länger gratis in Europa wildern dürfen, müssen eben Champagner, Handtaschen und Käse dran glauben. Trump droht mit Strafzöllen, die so hoch sind wie sein eigenes Ego, aber deutlich fundierter begründet als seine Frisur. Man wolle den Franzosen zeigen, dass man die Freiheit nicht nur exportiert, sondern sie den Europäern auch beim Import von Camembert ordentlich in Rechnung stellt. Diese protektionistische Breitseite ist die ökonomische Entsprechung zu einem Kleinkind, das das Spielbrett umwirft, weil es die Regeln von Monopoly nicht versteht, aber die Banknoten essen will. Die EU unterdessen reagiert mit der gewohnten Dynamik eines verrosteten Öltankers und schickt empörte Pressemitteilungen, die in Washington vermutlich direkt als Toilettenpapier für die vergoldeten Abtritte des Mar-a-Lago-Resorts dienen. Am Ende steht die bittere Erkenntnis: Während das Silicon Valley unsere Daten saugt und die Steuern drückt, zahlen wir demnächst für ein Baguette denselben Preis wie für ein iPhone, inklusive der Hoffnung, dass der Mehlstaub weniger Überwachungspotenzial bietet als eine durchschnittliche iCloud-Sicherung.

27.06.2026, 10:01 · Ausgabe Nr. 193

Original Nachricht

Im Streit um Digitalsteuern für US-Konzerne wie Apple hat US-Präsident Trump den Europäern erneut mit Strafzöllen gedroht. Im Zentrum steht vor allem Frankreich. Die EU reagierte scharf auf die Drohungen.

Quelle: tagesschau.de