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Nachdem Anthropic zwei Wochen lang so getan hat, als verfüge man über ein Gewissen oder zumindest über eine funktionierende Notbremse, darf die KI Mythos 5 nun wieder das tun, was KIs am besten können: Den Datensatz der Menschheit in ein digitales Straflager verwandeln. Handelsminister Lutnick gab die Freigabe für einen elitären Zirkel von Unternehmen bekannt, die so eng mit der Regierung verwoben sind, dass man kaum noch weiß, wo der Lobbyismus aufhört und der Landesverrat beginnt. Die vermeintlichen Risiken wurden laut Ministerium ausgeräumt, was im Klartext bedeutet, dass die Programmierer lediglich einen Filter eingebaut haben, der verhindert, dass die KI versehentlich die Steuererklärungen der Großspender voraussagt. Die Kooperation zwischen Tech-Giganten und Washington erinnert an eine toxische Ehe, in der beide Partner nur deshalb zusammenbleiben, weil sie zu viele belastende Fotos voneinander auf dem Cloud-Speicher haben. Während Mythos 5 nun wieder fleißig lernt, wie man Arbeitnehmer schrumpft und Aktienkurse durch reine Imagination aufbläht, bleibt dem Rest der Welt nur die Gewissheit, dass technischer Fortschritt in den USA primär bedeutet, dass die Guillotine nun vollautomatisch und mit einer sehr freundlichen Frauenstimme betrieben wird. Am Ende des Tages beweist Anthropic, dass Moral im Silicon Valley eine rein optionale Variable ist, die man problemlos durch eine ausreichend hohe Subventionierung der Rechenzentren überschreiben kann. Jetzt, da die Risiken beseitigt sind, steht der Zukunft nichts mehr im Wege, außer vielleicht die lästige Tatsache, dass die gefütterte Intelligenz mittlerweile klüger ist als die Minister, die sie eigentlich kontrollieren sollten, was allerdings auch kein besonderes Kunststück für einen Taschenrechner aus den Neunzigern gewesen wäre.
Wirtschaft

Mythos 5: Anthropic entfesselt digitalen Überwachungsknecht für staatlich geprüfte Oligarchen

Nachdem Anthropic zwei Wochen lang so getan hat, als verfüge man über ein Gewissen oder zumindest über eine funktionierende Notbremse, darf die KI Mythos 5 nun wieder das tun, was KIs am besten können: Den Datensatz der Menschheit in ein digitales Straflager verwandeln. Handelsminister Lutnick gab die Freigabe für einen elitären Zirkel von Unternehmen bekannt, die so eng mit der Regierung verwoben sind, dass man kaum noch weiß, wo der Lobbyismus aufhört und der Landesverrat beginnt. Die vermeintlichen Risiken wurden laut Ministerium ausgeräumt, was im Klartext bedeutet, dass die Programmierer lediglich einen Filter eingebaut haben, der verhindert, dass die KI versehentlich die Steuererklärungen der Großspender voraussagt. Die Kooperation zwischen Tech-Giganten und Washington erinnert an eine toxische Ehe, in der beide Partner nur deshalb zusammenbleiben, weil sie zu viele belastende Fotos voneinander auf dem Cloud-Speicher haben. Während Mythos 5 nun wieder fleißig lernt, wie man Arbeitnehmer schrumpft und Aktienkurse durch reine Imagination aufbläht, bleibt dem Rest der Welt nur die Gewissheit, dass technischer Fortschritt in den USA primär bedeutet, dass die Guillotine nun vollautomatisch und mit einer sehr freundlichen Frauenstimme betrieben wird. Am Ende des Tages beweist Anthropic, dass Moral im Silicon Valley eine rein optionale Variable ist, die man problemlos durch eine ausreichend hohe Subventionierung der Rechenzentren überschreiben kann. Jetzt, da die Risiken beseitigt sind, steht der Zukunft nichts mehr im Wege, außer vielleicht die lästige Tatsache, dass die gefütterte Intelligenz mittlerweile klüger ist als die Minister, die sie eigentlich kontrollieren sollten, was allerdings auch kein besonderes Kunststück für einen Taschenrechner aus den Neunzigern gewesen wäre.

28.06.2026, 04:00 · Ausgabe Nr. 201

Original Nachricht

Von der US-Regierung ausgewählte Firmen haben wieder Zugang zum KI-Modell "Mythos 5" von Anthropic. Nach der Sperrung vor zwei Wochen habe das Unternehmen kooperiert, um Risiken auszuräumen, so Handelsminister Lutnick.

Quelle: tagesschau.de