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Ein Haufen besorgter Geistesriesen um M. Lang und V. Weber warnt nun vor der unkritischen Nutzung Künstlicher Intelligenz, als wäre der durchschnittliche Homo Sapiens bisher für seine messerscharfe Analytik und dialektische Brillanz bekannt gewesen. Wer jahrelang dem Thermomix die Hoheit über das Abendessen und RTL2 die Kuratierung des Weltbildes überlassen hat, soll nun plötzlich beim autonomen Fahren oder medizinischen Diagnosen skeptisch die Augenbraue heben. Die Forschenden fürchten, dass der Mensch seine kognitive Souveränität verliert; dabei ist die bittere Wahrheit, dass die KI lediglich eine gähnende Leere füllt, die bisher mühsam mit Kreuzworträtseln und dem Auswendiglernen von Bundesligatabellen kaschiert wurde. Der Chatbot ist kein Werkzeug des Teufels, sondern die dringend benötigte Prothese für eine Spezies, die ohne Google Maps nicht einmal mehr den Weg aus der eigenen Komfortzone findet. Besonders drollig ist die Warnung vor Fehlentscheidungen bei medizinischen Untersuchungen: Als ob ein Algorithmus, der auf den gesammelten Werken der Weltliteratur basiert, dümmer entscheiden könnte als ein kassenärztlicher Halbgott in Weiß, der nach 36 Stunden Dienst die Milz mit einem vergessenen Kaugummi verwechselt. Wer Angst vor der Weltherrschaft der Algorithmen hat, sollte sich beruhigen: Solange die KI so klug ist, die Steuererklärung für uns zu machen, während wir uns bei TikTok in die geistige Embryonalstellung begeben, ist sie nicht unser Unterdrücker, sondern unser Pfleger in der geschlossenen Abteilung der Zivilisationsgeschichte. Die wahre Gefahr für die Menschheit ist nicht, dass Maschinen anfangen wie Menschen zu denken, sondern dass Menschen damit aufgehört haben, bevor das WLAN erfunden wurde.
Investigativ

Anthropozän-Dämmerung: Forscher befürchten KI-Nutzung durch biologische Rest-Intelligenz ohne Gehirn-Abo

Ein Haufen besorgter Geistesriesen um M. Lang und V. Weber warnt nun vor der unkritischen Nutzung Künstlicher Intelligenz, als wäre der durchschnittliche Homo Sapiens bisher für seine messerscharfe Analytik und dialektische Brillanz bekannt gewesen. Wer jahrelang dem Thermomix die Hoheit über das Abendessen und RTL2 die Kuratierung des Weltbildes überlassen hat, soll nun plötzlich beim autonomen Fahren oder medizinischen Diagnosen skeptisch die Augenbraue heben. Die Forschenden fürchten, dass der Mensch seine kognitive Souveränität verliert; dabei ist die bittere Wahrheit, dass die KI lediglich eine gähnende Leere füllt, die bisher mühsam mit Kreuzworträtseln und dem Auswendiglernen von Bundesligatabellen kaschiert wurde. Der Chatbot ist kein Werkzeug des Teufels, sondern die dringend benötigte Prothese für eine Spezies, die ohne Google Maps nicht einmal mehr den Weg aus der eigenen Komfortzone findet. Besonders drollig ist die Warnung vor Fehlentscheidungen bei medizinischen Untersuchungen: Als ob ein Algorithmus, der auf den gesammelten Werken der Weltliteratur basiert, dümmer entscheiden könnte als ein kassenärztlicher Halbgott in Weiß, der nach 36 Stunden Dienst die Milz mit einem vergessenen Kaugummi verwechselt. Wer Angst vor der Weltherrschaft der Algorithmen hat, sollte sich beruhigen: Solange die KI so klug ist, die Steuererklärung für uns zu machen, während wir uns bei TikTok in die geistige Embryonalstellung begeben, ist sie nicht unser Unterdrücker, sondern unser Pfleger in der geschlossenen Abteilung der Zivilisationsgeschichte. Die wahre Gefahr für die Menschheit ist nicht, dass Maschinen anfangen wie Menschen zu denken, sondern dass Menschen damit aufgehört haben, bevor das WLAN erfunden wurde.

29.06.2026, 07:00 · Ausgabe Nr. 219

Original Nachricht

Autonomes Fahren, Bildbearbeitung, Auswertungen medizinischer Untersuchungen - überall boomt KI. Sie trifft Entscheidungen und hilft als netter Chatbot. Forschende warnen vor einem unkritischen Einsatz. Von M. Lang und V. Weber.

Quelle: tagesschau.de