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Aufatmen bei den Kapitänen der schwimmenden Plattenbauten und den Aktionären des globalen Keimaustauschs: Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt offiziell Entwarnung für das Hantavirus auf Kreuzfahrtschiffen. Offensichtlich war die Konkurrenz an Bord zu groß, denn gegen das etablierte Buffet-Baktrerium und die traditionelle Salmonellen-Gala im Hauptdeck konnte das Hantavirus schlicht nicht konkurrieren. Es ist ein herber Schlag für das Virus, das sich in der feuchten Enge eigentlich eine glänzende Karriere als globale Bedrohung erhofft hatte, nun aber feststellen musste, dass die durchschnittliche Immunität eines deutschen Pauschaltouristen, der bereits drei Runden am All-you-can-eat-Geflügelsalat überlebt hat, härter ist als jede Laborkultur. Wer bereitwillig in einer schwimmenden Petrischale über den Ozean schippert, um sich von philippinischen Mindestlöhnern im Matrosenkostüm den vierten Aperol Spritz servieren zu lassen, dessen Organismus betrachtet ein Hantavirus lediglich als willkommene Abwechslung zum täglichen Kampf gegen die Norovirus-Hölle der Kabinen-Toiletten. Die WHO betont, dass keine weitere Ausbreitung zu befürchten sei, da die Passagiere ohnehin damit beschäftigt waren, ihre Handtücher bereits um fünf Uhr morgens auf Liegen zu platzieren, was keinen Raum für virale Interaktion ließ. Damit bleibt das Hantavirus die einzige Enttäuschung dieser Reise, die noch weniger Durchschlagskraft besaß als das abendliche Unterhaltungsprogramm der Animateure. Am Ende zeigt sich einmal mehr: Nichts ist steriler als die Hoffnung auf ein echtes Abenteuer inmitten von polyestertragenden Rentnern, die selbst einer Pandemie mit der stoischen Gelassenheit einer abgelaufenen Bordkarte begegnen würden.
Panorama

Hantavirus-Entwarnung: Kreuzfahrt-Passagiere kehren wohlbehalten zu ihren gewohnten Magen-Darm-Infekten zurück

Aufatmen bei den Kapitänen der schwimmenden Plattenbauten und den Aktionären des globalen Keimaustauschs: Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt offiziell Entwarnung für das Hantavirus auf Kreuzfahrtschiffen. Offensichtlich war die Konkurrenz an Bord zu groß, denn gegen das etablierte Buffet-Baktrerium und die traditionelle Salmonellen-Gala im Hauptdeck konnte das Hantavirus schlicht nicht konkurrieren. Es ist ein herber Schlag für das Virus, das sich in der feuchten Enge eigentlich eine glänzende Karriere als globale Bedrohung erhofft hatte, nun aber feststellen musste, dass die durchschnittliche Immunität eines deutschen Pauschaltouristen, der bereits drei Runden am All-you-can-eat-Geflügelsalat überlebt hat, härter ist als jede Laborkultur. Wer bereitwillig in einer schwimmenden Petrischale über den Ozean schippert, um sich von philippinischen Mindestlöhnern im Matrosenkostüm den vierten Aperol Spritz servieren zu lassen, dessen Organismus betrachtet ein Hantavirus lediglich als willkommene Abwechslung zum täglichen Kampf gegen die Norovirus-Hölle der Kabinen-Toiletten. Die WHO betont, dass keine weitere Ausbreitung zu befürchten sei, da die Passagiere ohnehin damit beschäftigt waren, ihre Handtücher bereits um fünf Uhr morgens auf Liegen zu platzieren, was keinen Raum für virale Interaktion ließ. Damit bleibt das Hantavirus die einzige Enttäuschung dieser Reise, die noch weniger Durchschlagskraft besaß als das abendliche Unterhaltungsprogramm der Animateure. Am Ende zeigt sich einmal mehr: Nichts ist steriler als die Hoffnung auf ein echtes Abenteuer inmitten von polyestertragenden Rentnern, die selbst einer Pandemie mit der stoischen Gelassenheit einer abgelaufenen Bordkarte begegnen würden.

29.06.2026, 10:00 · Ausgabe Nr. 222

Original Nachricht

Mitte Mai wurden mehrere Fälle des Hantavirus bei Passagieren einer Kreuzfahrt nachgewiesen. Nun gibt die Weltgesundheitsorganisation Entwarnung, das Virus hat sich nicht weiter ausgebreitet.

Quelle: tagesschau.de