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Wenn das Thermometer die Körpertemperatur der Bewohner überholt, greift in deutschen Pflegeheimen das bewährte Konzept der kontrollierten Dehydrierung bei gleichzeitigem Melonen-Exzess. Unter der Leitung von P. Wundersee und J.-O. Niermann wurde nun das Projekt Hitzepaten ins Leben gerufen, bei dem rüstige Mittsiebziger ihre etwas weniger rüstigen Mitbewohner mit dem Fächer bearbeiten, bis beide kollektiv das Bewusstsein für die aktuelle Rentenpolitik verlieren. Die Strategie ist so simpel wie perfide: Durch das gezielte Servieren von Wassermelone wird der Harndrang so massiv stimuliert, dass die Senioren gar keine Zeit mehr haben, über die mangelnde Klimatisierung nachzudenken, während sie im Rekordtempo mit dem Rollator zum gefliesten Sanitärtrakt sprinten – eine Art Triathlon für Kurzentschlossene. Da echte Klimaanlagen im Budget der Heime erst vorgesehen sind, wenn Eisbären in der Oberpfalz heimisch werden, setzt man auf das Prinzip Durchzug. Das sorgt zwar für einen steifen Nacken, verhindert aber immerhin das Festkleben der Cordhosen am Linoleumboden. Man könnte fast meinen, die Bundesregierung teste hier ein neues energetisches Sanierungskonzept, bei dem die Eigenwärme der Greise direkt in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Ein Sprecher betonte, die Hitze stärke den Charakter und bereite die Bewohner optimal auf die ohnehin klimabedingt immer wärmer werdende Zukunft vor, sofern sie nicht vorher schlichtweg zu Trockenobst sublimieren. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein Gratis-Eis am Stiel ist die modernste Form der Sterbeversicherung, denn wer leckt, der nicht meckert.
Panorama

Finales Vorglühen: Pflegeheime testen Bewohner auf thermische Belastbarkeit für das Jenseits

Wenn das Thermometer die Körpertemperatur der Bewohner überholt, greift in deutschen Pflegeheimen das bewährte Konzept der kontrollierten Dehydrierung bei gleichzeitigem Melonen-Exzess. Unter der Leitung von P. Wundersee und J.-O. Niermann wurde nun das Projekt Hitzepaten ins Leben gerufen, bei dem rüstige Mittsiebziger ihre etwas weniger rüstigen Mitbewohner mit dem Fächer bearbeiten, bis beide kollektiv das Bewusstsein für die aktuelle Rentenpolitik verlieren. Die Strategie ist so simpel wie perfide: Durch das gezielte Servieren von Wassermelone wird der Harndrang so massiv stimuliert, dass die Senioren gar keine Zeit mehr haben, über die mangelnde Klimatisierung nachzudenken, während sie im Rekordtempo mit dem Rollator zum gefliesten Sanitärtrakt sprinten – eine Art Triathlon für Kurzentschlossene. Da echte Klimaanlagen im Budget der Heime erst vorgesehen sind, wenn Eisbären in der Oberpfalz heimisch werden, setzt man auf das Prinzip Durchzug. Das sorgt zwar für einen steifen Nacken, verhindert aber immerhin das Festkleben der Cordhosen am Linoleumboden. Man könnte fast meinen, die Bundesregierung teste hier ein neues energetisches Sanierungskonzept, bei dem die Eigenwärme der Greise direkt in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Ein Sprecher betonte, die Hitze stärke den Charakter und bereite die Bewohner optimal auf die ohnehin klimabedingt immer wärmer werdende Zukunft vor, sofern sie nicht vorher schlichtweg zu Trockenobst sublimieren. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein Gratis-Eis am Stiel ist die modernste Form der Sterbeversicherung, denn wer leckt, der nicht meckert.

29.06.2026, 10:01 · Ausgabe Nr. 223

Original Nachricht

Hohe Temperaturen sind besonders für alte Menschen anstrengend. Pflegeheime und Senioren begegnen Hitze mit Eis, Melonen, Lüften - und Hitzepaten. Von P. Wundersee und J.-O. Niermann

Quelle: tagesschau.de