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In einer Glanzleistung politischer Dialektik hat Fraktionschefin Katharina Dröge das nächste Kapitel der ökologischen Transformation aufgeschlagen: Die flächendeckende Umwandlung öffentlicher Gebäude in begehbare Tiefkühltruhen. Während die Partei bisher vor allem für die thermische Züchtigung der Bevölkerung durch Heizungsverbote bekannt war, folgt nun die thermostatische Charmeoffensive. Das Ziel ist klar: Wenn die Welt draußen schon wegen der eigenen Klientelpolitik brennt, soll wenigstens die Verwaltung bei frostigen sechzehn Grad über den nächsten Lastenausgleich brüten dürfen. Es ist die ultimative Kapitulation vor der Thermodynamik, getarnt als Fürsorgepflicht. Um die lebensgefährlichen Hitzetage zu bekämpfen, fordern die Grünen nun ausgerechnet jene Geräte, deren Stromverbrauch ausreicht, um ein mittelgroßes Braunkohlerevier allein durch den Adrenalinstoß der Betreiber wieder rentabel zu machen. Man darf gespannt sein, wann die Fraktion das Konzept der 'Bio-Klimaanlage' vorstellt, bei der diplomierte Politikwissenschaftler durch bloßes Wedeln mit Parteiprogrammen für einen kühlen Luftzug sorgen, während sie gleichzeitig die physikalische Unmöglichkeit des ewigen Sommers erklären. Wer hätte gedacht, dass die Rettung des Planeten am Ende exakt so klingt wie das Surren eines billigen Monoblocks aus dem Baumarkt, nur eben mit dem moralischen Gütesiegel des Bundesvorstands. Das Sofortprogramm für Klimaanlagen ist der finale Beweis, dass grüne Politik inzwischen dort angekommen ist, wo auch ihre Wähler sitzen: In einer hermetisch abgeriegelten Komfortzone, in der man die Erderwärmung am besten dadurch bekämpft, dass man die Tür hinter sich fest verschließt und den Regler auf Arktis stellt.
Inland

Kältestrom aus Kohlekraft: Grüne entdecken das Recht auf Schnappatmung im Eisschrank

In einer Glanzleistung politischer Dialektik hat Fraktionschefin Katharina Dröge das nächste Kapitel der ökologischen Transformation aufgeschlagen: Die flächendeckende Umwandlung öffentlicher Gebäude in begehbare Tiefkühltruhen. Während die Partei bisher vor allem für die thermische Züchtigung der Bevölkerung durch Heizungsverbote bekannt war, folgt nun die thermostatische Charmeoffensive. Das Ziel ist klar: Wenn die Welt draußen schon wegen der eigenen Klientelpolitik brennt, soll wenigstens die Verwaltung bei frostigen sechzehn Grad über den nächsten Lastenausgleich brüten dürfen. Es ist die ultimative Kapitulation vor der Thermodynamik, getarnt als Fürsorgepflicht. Um die lebensgefährlichen Hitzetage zu bekämpfen, fordern die Grünen nun ausgerechnet jene Geräte, deren Stromverbrauch ausreicht, um ein mittelgroßes Braunkohlerevier allein durch den Adrenalinstoß der Betreiber wieder rentabel zu machen. Man darf gespannt sein, wann die Fraktion das Konzept der 'Bio-Klimaanlage' vorstellt, bei der diplomierte Politikwissenschaftler durch bloßes Wedeln mit Parteiprogrammen für einen kühlen Luftzug sorgen, während sie gleichzeitig die physikalische Unmöglichkeit des ewigen Sommers erklären. Wer hätte gedacht, dass die Rettung des Planeten am Ende exakt so klingt wie das Surren eines billigen Monoblocks aus dem Baumarkt, nur eben mit dem moralischen Gütesiegel des Bundesvorstands. Das Sofortprogramm für Klimaanlagen ist der finale Beweis, dass grüne Politik inzwischen dort angekommen ist, wo auch ihre Wähler sitzen: In einer hermetisch abgeriegelten Komfortzone, in der man die Erderwärmung am besten dadurch bekämpft, dass man die Tür hinter sich fest verschließt und den Regler auf Arktis stellt.

29.06.2026, 16:01 · Ausgabe Nr. 229

Original Nachricht

Die Grünen drängen auf einen Aktionsplan gegen Hitze. Fraktionschefin Dröge warnt vor mehr lebensgefährlichen Hitzetagen. Helfen sollen auch Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen. Von Dietrich Karl Mäurer.

Quelle: tagesschau.de