
Spezialenergetische Operation: Putin ordnet staatliche Entschleunigung durch kollektives Schieben an
In einer Glanzleistung geostrategischer Weitsicht hat Wladimir Putin den Russen erklärt, dass das aktuelle Leerlaufen der Tankstellen kein logistisches Desaster ist, sondern eine innovative Form der Entschleunigung. Während ukrainische Drohnen die russische Erdölindustrie mit einer Präzision zerlegen, die man im Kreml sonst nur beim Fälschen von Wahlergebnissen kennt, verkauft Moskau den Treibstoffmangel nun als Klimaschutzmaßnahme der besonderen Art. Die Krisensitzung im Kreml verlief dementsprechend harmonisch: Man kam zu dem Schluss, dass ein stehender Panzer ohnehin viel weniger Zielscheibe bietet als ein fahrender. Um die Mobilität dennoch zu gewährleisten, wurde das Projekt Russische Muskelkraft 2024 ins Leben gerufen, bei dem loyale Bürger dazu aufgerufen sind, ihre Ladas zur Arbeit zu tragen, was gleichzeitig die maroden Straßen schont und die Wadenmuskulatur stärkt. Putin betonte, dass der Verzicht auf Benzin ohnehin eine westliche Dekadenzerscheinung sei, der man nun mit einer Rückbesinnung auf den traditionellen Ochsenkarren begegne. Dass die Raffinerien eher als pyrotechnische Kunstwerke denn als Produktionsstätten fungieren, sei lediglich ein Zeichen dafür, dass man den Export von Wärme und Licht nun direkt vor Ort organisiere. Es bleibt festzuhalten: In Russland geht es nicht bergab, man spart lediglich den Schwung für die nächste Katastrophe. Wer braucht schon Octan, wenn er eine Überdosis Patriotismus im Tank hat? Letztlich ist der Treibstoffmangel nur konsequent, denn wer ohnehin keine Zukunft hat, braucht auch keinen Sprit, um dorthin zu gelangen.