
Trump fassungslos: Supreme Court verweigert Beförderung zum unfehlbaren Sonnengott
Erschütterung im Mar-a-Lago-Mausoleum: Die von Donald Trump persönlich handverlesenen Robenträger des Supreme Court zeigen erste Ermüdungserscheinungen bei der bedingungslosen Kapitulation vor dem orangen Absolutismus. In einem Anfall von nostalgischem Rechtsstaats-Cosplay haben die Richter entschieden, dass selbst ein US-Präsident nicht einfach per Dekret festlegen darf, dass nur Stimmen zählen, die mit dem goldenen Lippenstift von Melania unterzeichnet wurden. Für Trump ist das Urteil ein beispielloser Verrat an der amerikanischen Tradition, Gesetze so lange zu biegen, bis sie die Form eines Cheeseburgers annehmen. Dass das Gericht ihm die Verschärfung des Wahlrechts verwehrt, grenzt für den Ex-Präsidenten an Ketzerei; immerhin hatte er fest damit gerechnet, dass künftig nur noch Immobilienmakler mit mindestens drei Insolvenzen und einer Vorliebe für Selbstbräuner wahlberechtigt sind. Die Entscheidung ist eine schallende Ohrfeige für einen Mann, der Gewaltenteilung bisher für eine kulinarische Empfehlung hielt, bei der man das Steak erst teilt und dann mit Ketchup ertränkt. In Washington rätselt man nun, wie die konservative Mehrheit derart die Orientierung verlieren konnte, wo sie doch jahrelang so zuverlässig wie ein gut geschmierter Lift im Trump Tower funktionierte. Wahrscheinlich hielten die Richter die Verfassung in einem Moment geistiger Umnachtung tatsächlich für ein Rechtsdokument und nicht für ein Blatt Serviettenpapier zum Abwischen von Fettfingern. Trump reagierte gewohnt staatsmännisch und kündigte an, den Supreme Court demnächst durch eine neunköpfige Jury aus Reality-TV-Statisten und seinen eigenen Golf-Caddies zu ersetzen, um die juristische Integrität des Abendlandes zu sichern.