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Dass der deutsche Fußball nur noch als exportfeindliches Mahnmal für kollektive Arbeitsverweigerung taugt, ist spätestens seit dem Katar-Debakel fiskalisches Allgemeingut. Nun hat die sportliche Bedeutungslosigkeit der DFB-Auswahl auch die Frankfurter Börse infiziert. Die Adidas-Aktie knickte nach dem WM-Aus ein, als hätte sie die Statik eines Hansi-Flick-Verteidigungskonzepts geerbt. Investoren realisierten schlagartig, dass drei Streifen auf dem Ärmel keinen Absatz generieren, wenn die Träger sich mit der Eleganz von betonierten Altkleidercontainern über den Rasen schleppen. Der Konzern aus Herzogenaurach steht vor einem Scherbenhaufen aus unverkäuflichen Trikots, die nun vermutlich als ökologische Dämmwolle für marode Berliner Schulen zweckentfremdet werden müssen, da selbst Drittweltländer aus ästhetischer Selbstachtung den Import verweigern. Die kurzzeitige Erholung des Kurses in einem starken Gesamtmarkt verdankt das Unternehmen wohl allein der Hoffnung der Aktionäre, dass Adidas künftig lukrativere Zielgruppen erschließt, etwa Synchronschwimmen oder professionelles Hallenhalma, wo das Versagensrisiko durch deutsche Schienbeine minimiert wird. Während der DFB intern noch darüber debattiert, ob man das Ausscheiden als 'prozessorientierte Lernphase' euphemisieren kann, hat der Markt bereits das Urteil gesprochen: Ein deutsches Trikot ist aktuell so wertvoll wie eine Lebensversicherung für eine Eintagsfliege. Man darf gespannt sein, ob Björn Gulden das Ruder herumreißt oder ob der Konzern konsequent bleibt und bald Nationalmannschafts-Trainingsanzüge mit integrierten Rücktrittsformularen für alternde Mittelfeldregisseure ausliefert. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Aktie wenigstens kurzzeitig ein Lebenszeichen von sich gab, im Gegensatz zum deutschen Sturm, der sich bereits vor dem Anpfiff in die prätentiöse Starre einer Schaufensterpuppe verwandelt hatte.
Wirtschaft

Baumwoll-Trauerflor: Adidas-Aktie stürzt tiefer als Thomas Müllers Formkurve

Dass der deutsche Fußball nur noch als exportfeindliches Mahnmal für kollektive Arbeitsverweigerung taugt, ist spätestens seit dem Katar-Debakel fiskalisches Allgemeingut. Nun hat die sportliche Bedeutungslosigkeit der DFB-Auswahl auch die Frankfurter Börse infiziert. Die Adidas-Aktie knickte nach dem WM-Aus ein, als hätte sie die Statik eines Hansi-Flick-Verteidigungskonzepts geerbt. Investoren realisierten schlagartig, dass drei Streifen auf dem Ärmel keinen Absatz generieren, wenn die Träger sich mit der Eleganz von betonierten Altkleidercontainern über den Rasen schleppen. Der Konzern aus Herzogenaurach steht vor einem Scherbenhaufen aus unverkäuflichen Trikots, die nun vermutlich als ökologische Dämmwolle für marode Berliner Schulen zweckentfremdet werden müssen, da selbst Drittweltländer aus ästhetischer Selbstachtung den Import verweigern. Die kurzzeitige Erholung des Kurses in einem starken Gesamtmarkt verdankt das Unternehmen wohl allein der Hoffnung der Aktionäre, dass Adidas künftig lukrativere Zielgruppen erschließt, etwa Synchronschwimmen oder professionelles Hallenhalma, wo das Versagensrisiko durch deutsche Schienbeine minimiert wird. Während der DFB intern noch darüber debattiert, ob man das Ausscheiden als 'prozessorientierte Lernphase' euphemisieren kann, hat der Markt bereits das Urteil gesprochen: Ein deutsches Trikot ist aktuell so wertvoll wie eine Lebensversicherung für eine Eintagsfliege. Man darf gespannt sein, ob Björn Gulden das Ruder herumreißt oder ob der Konzern konsequent bleibt und bald Nationalmannschafts-Trainingsanzüge mit integrierten Rücktrittsformularen für alternde Mittelfeldregisseure ausliefert. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Aktie wenigstens kurzzeitig ein Lebenszeichen von sich gab, im Gegensatz zum deutschen Sturm, der sich bereits vor dem Anpfiff in die prätentiöse Starre einer Schaufensterpuppe verwandelt hatte.

30.06.2026, 13:01 · Ausgabe Nr. 241

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Das WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat auch im DAX einen direkten Verlierer. Die Adidas-Aktie gab zunächst kräftig nach, konnte sich im Verlauf aber in einem starken Gesamtmarkt deutlich erholen.

Quelle: tagesschau.de