
DAX-Paralyse bei 25.000: Deutsche Anleger hoffen auf göttliche Eingebung in Sintra
Während das gemeine Fußvolk noch über steigende Mietpreise lamentiert, feiert der DAX die kollektive Arbeitsverweigerung auf historischem Niveau. Bei exakt 25.000 Punkten verharrt der deutsche Leitindex in einer Art Schockstarre, die man sonst nur von Beamten kurz vor der Mittagspause kennt. Die psychologisch wichtige Marke wirkt auf die Händler im Frankfurter Parkett wie eine Überdosis Baldrian, was dazu führt, dass die Kurven auf den Monitoren flacher verlaufen als die Witze bei einer Betriebsversammlung der Telekom. Die Hoffnung der degenerierten Dividendenjäger ruht nun auf dem Notenbanktreffen im portugiesischen Sintra. Dort versammeln sich die eigentlichen Architekten unseres finanziellen Kartenhauses, um bei Portwein und überteuerten Schnittchen darüber zu philosophieren, wie man die Inflation weiter erfolgreich ignoriert. Man erwartet von der EZB-Elite keine Taten, sondern die übliche Mischung aus kryptischem Kauderwelsch und monetärer Homöopathie. Dass der DAX klebt, liegt vor allem daran, dass die deutsche Industrie mittlerweile so innovationsfreudig ist wie ein Faxgerät im Silicon Valley. Während die Weltwirtschaft mit Warp-Geschwindigkeit in Richtung KI rast, debattiert man hierzulande lieber darüber, ob man das nächste Rekordhoch noch mit der Dampfmaschine feiern darf. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Der DAX bei 25.000 ist wie ein Porsche ohne Motor; sieht im Prospekt fantastisch aus, bewegt sich aber nur, wenn man ihn von hinten kräftig mit Steuergeldern anschiebt.