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Während der Durchschnittsbürger noch verzweifelt versucht, die Inflationsrate seiner Butter mit dem Pfandflaschenwert zu harmonisieren, feiert das Frankfurter Parkett eine Party, die rein physikalisch nur noch durch kollektives Ignorieren der Schwerkraft erklärbar ist. Der DAX kratzt an der 25.000er-Marke, getrieben von nichts weiter als heißer Luft und dem blinden Vertrauen, dass Algorithmen klüger sind als die Menschen, die sie programmiert haben. Es ist die Apotheose des Spätkapitalismus: Die Indizes steigen, weil sie steigen, ein hormoneller Freudenschub in der Intensivstation der Weltwirtschaft. Sogenannte Impulse fehlen zwar, aber wer braucht schon Realität, wenn man Zahlenketten hat, die länger sind als die Warteschlangen vor den Berliner Bürgerämtern. Die Anleger starren wie hypnotisierte Kaninchen auf die US-Arbeitsmarktdaten, in der bizarren Hoffnung, dass schlechte Nachrichten für Menschen gute Nachrichten für Depots sind. Man könnte fast meinen, die Börse sei ein geschlossenes psychiatrisches System, in dem der einzige Therapieansatz darin besteht, den Patienten noch mehr Kredite zu verabreichen. Da die US-Vorgaben schwach ausfallen, kompensiert Frankfurt mit aggressivem Zweckoptimismus, der so stabil wirkt wie ein Kartenhaus in einer Windkanal-Testanlage für Föhnfrisuren. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass 25.000 Punkte genau gar nichts bedeuten, solange der einzige Wachstumsmarkt in Deutschland das Anwachsen der Adern auf den Stirnen derer ist, die für ihr Geld tatsächlich noch arbeiten müssen. Echte Impulse kommen höchstens noch vom Defibrillator der EZB, während der DAX sich anschickt, die Stratosphäre zu erreichen, nur um dort festzustellen, dass man auch in extremer Höhe wunderbar am Sauerstoffmangel der Vernunft ersticken kann.
Wirtschaft

DAX am Limit: Wenn die Gier den Verstand endgültig wegatmet

Während der Durchschnittsbürger noch verzweifelt versucht, die Inflationsrate seiner Butter mit dem Pfandflaschenwert zu harmonisieren, feiert das Frankfurter Parkett eine Party, die rein physikalisch nur noch durch kollektives Ignorieren der Schwerkraft erklärbar ist. Der DAX kratzt an der 25.000er-Marke, getrieben von nichts weiter als heißer Luft und dem blinden Vertrauen, dass Algorithmen klüger sind als die Menschen, die sie programmiert haben. Es ist die Apotheose des Spätkapitalismus: Die Indizes steigen, weil sie steigen, ein hormoneller Freudenschub in der Intensivstation der Weltwirtschaft. Sogenannte Impulse fehlen zwar, aber wer braucht schon Realität, wenn man Zahlenketten hat, die länger sind als die Warteschlangen vor den Berliner Bürgerämtern. Die Anleger starren wie hypnotisierte Kaninchen auf die US-Arbeitsmarktdaten, in der bizarren Hoffnung, dass schlechte Nachrichten für Menschen gute Nachrichten für Depots sind. Man könnte fast meinen, die Börse sei ein geschlossenes psychiatrisches System, in dem der einzige Therapieansatz darin besteht, den Patienten noch mehr Kredite zu verabreichen. Da die US-Vorgaben schwach ausfallen, kompensiert Frankfurt mit aggressivem Zweckoptimismus, der so stabil wirkt wie ein Kartenhaus in einer Windkanal-Testanlage für Föhnfrisuren. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass 25.000 Punkte genau gar nichts bedeuten, solange der einzige Wachstumsmarkt in Deutschland das Anwachsen der Adern auf den Stirnen derer ist, die für ihr Geld tatsächlich noch arbeiten müssen. Echte Impulse kommen höchstens noch vom Defibrillator der EZB, während der DAX sich anschickt, die Stratosphäre zu erreichen, nur um dort festzustellen, dass man auch in extremer Höhe wunderbar am Sauerstoffmangel der Vernunft ersticken kann.

02.07.2026, 07:00 · Ausgabe Nr. 263

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Der DAX dürfte zum Handelsstart zulegen und die Marke von 25.000 Punkten weiter hinter sich lassen. Aber echte Impulse fehlen, und die US-Vorgaben fallen schwach aus. Dort wartet man gespannt auf den neuen Arbeitsmarktbericht.

Quelle: tagesschau.de