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Nachdem ein gottgleiches Unwetter die Veranstaltung kurzzeitig pausierte, um vermutlich die Blitzableiter des Kapitols auf ihre Standfestigkeit gegen narzisstische Entladungen zu prüfen, trat Donald Trump zum 250. Jubiläum der USA ans Pult. In einer rhetorischen Meisterleistung, die selbst eine Packung Instant-Nudeln komplexer erscheinen lässt, erklärte der Jubilar die letzten zweieinhalb Jahrhunderte zur bloßen Generalprobe für seine Amtszeit. Das angeblich größte Feuerwerk der Menschheitsgeschichte, so Trump, habe die Sterne am Firmament vor Scham derart erblassen lassen, dass Astronomen nun über eine kollektive Kündigung nachdenken. Während die Gründerväter im Grab rotierten und dabei genug kinetische Energie erzeugten, um die gesamte Ostküste klimaneutral zu beheizen, pries sich Trump als derjenige an, der die Unabhängigkeit überhaupt erst marktfähig gemacht habe. Washington und Jefferson wurden dabei zu bloßen Statisten degradiert, die lediglich den Teppich für den Mann ausrollen durften, dessen Ego selbst bei Ebbe den Meeresspiegel steigen lässt. In seiner Rede, die eine subtile Ästhetik zwischen goldbeschichtetem Barock und einer Teleshopping-Dauerwerbesendung für überteuerte Steaks pflegte, attackierte er alles, was nicht bei drei auf den Golfplatz flüchtete. Die meteorologische Verspätung erklärte er kurzerhand zum misslungenen Attentatsversuch der demokratischen Wetterstationen, die mit linksradikalen Tiefdruckgebieten die patriotische Thermik stören wollten. Trump beendete die Feierlichkeiten mit dem bescheidenen Hinweis, dass 1776 eigentlich nur ein Tippfehler in der Geschichte sei und das wahre Jahr Null erst mit dem Bau seines ersten Casinos begann. Wer die Freiheit wirklich feiern will, muss eben lernen, dass Demokratie am besten funktioniert, wenn sie als Ein-Mann-Show mit exzessivem Haarspray-Einsatz inszeniert wird.
Ausland

Größter Gründervater seit Urknall: Trump verkündet persönliche Neuerfindung der Unabhängigkeit

Nachdem ein gottgleiches Unwetter die Veranstaltung kurzzeitig pausierte, um vermutlich die Blitzableiter des Kapitols auf ihre Standfestigkeit gegen narzisstische Entladungen zu prüfen, trat Donald Trump zum 250. Jubiläum der USA ans Pult. In einer rhetorischen Meisterleistung, die selbst eine Packung Instant-Nudeln komplexer erscheinen lässt, erklärte der Jubilar die letzten zweieinhalb Jahrhunderte zur bloßen Generalprobe für seine Amtszeit. Das angeblich größte Feuerwerk der Menschheitsgeschichte, so Trump, habe die Sterne am Firmament vor Scham derart erblassen lassen, dass Astronomen nun über eine kollektive Kündigung nachdenken. Während die Gründerväter im Grab rotierten und dabei genug kinetische Energie erzeugten, um die gesamte Ostküste klimaneutral zu beheizen, pries sich Trump als derjenige an, der die Unabhängigkeit überhaupt erst marktfähig gemacht habe. Washington und Jefferson wurden dabei zu bloßen Statisten degradiert, die lediglich den Teppich für den Mann ausrollen durften, dessen Ego selbst bei Ebbe den Meeresspiegel steigen lässt. In seiner Rede, die eine subtile Ästhetik zwischen goldbeschichtetem Barock und einer Teleshopping-Dauerwerbesendung für überteuerte Steaks pflegte, attackierte er alles, was nicht bei drei auf den Golfplatz flüchtete. Die meteorologische Verspätung erklärte er kurzerhand zum misslungenen Attentatsversuch der demokratischen Wetterstationen, die mit linksradikalen Tiefdruckgebieten die patriotische Thermik stören wollten. Trump beendete die Feierlichkeiten mit dem bescheidenen Hinweis, dass 1776 eigentlich nur ein Tippfehler in der Geschichte sei und das wahre Jahr Null erst mit dem Bau seines ersten Casinos begann. Wer die Freiheit wirklich feiern will, muss eben lernen, dass Demokratie am besten funktioniert, wenn sie als Ein-Mann-Show mit exzessivem Haarspray-Einsatz inszeniert wird.

05.07.2026, 07:01 · Ausgabe Nr. 306

Original Nachricht

Selbstlob, Attacken, angebliches Rekordfeuerwerk: US-Präsident Trump hat die Feiern zum 250. US-Unabhängigkeitstag beendet. In seiner Rede feierte er sich selbst. Ein Unwetter hatte seinen Auftritt massiv verzögert.

Quelle: tagesschau.de