
Dynamisches Duo probt den Untergang: Peking und Moskau tauschen Zerstörungs-Avocados aus
Wenn sich zwei hemmungslose Philanthropen der Aufrüstung wie Wladimir Putin und Xi Jinping zum gemeinsamen Planschen im Pazifik treffen, dann geschieht dies naturgemäß nur aus tiefer Sorge um die maritime Flora und Fauna. Die aktuelle Marineübung der beiden Supermächte ist in Wahrheit nichts anderes als eine schwimmende Selbsthilfegruppe für Staaten, die von der Weltgemeinschaft so missverstanden werden wie ein Schlagring bei einer Klavierstunde. Mit dem rituellen Abfeuern einer Interkontinentalrakete in den Pazifik hat China zudem bewiesen, dass man auch ohne Umwelthilfe-Sticker sehr effizient zur Erwärmung der Meere beitragen kann. Es handle sich laut Peking um einen Routinevorgang, ähnlich dem täglichen Zähneputzen, nur dass die Borsten aus angereichertem Uran bestehen und die Zahnpasta eine Reichweite von zwölftausend Kilometern besitzt. Die besorgten Anrainerstaaten reagieren derweil mit der typischen Mischung aus diplomatischer Schnappatmung und dem hastigen Bau von Unterwasser-Luftschutzbunkern. Während westliche Analysten noch rätseln, ob die Kooperation eine ernsthafte Bedrohung darstellt, dient die Rakete vermutlich schlicht als überdimensioniertes Leuchtfeuer, um den orientierungslosen russischen Admiralen zu zeigen, wo oben und wo unten ist. Das Manöver fungiert letztlich als maritime Paartherapie: Man teilt sich den Luftraum, den Treibstoff und die gemeinsame Sehnsucht nach einer Weltkarte, auf der die eigenen Grenzen so flexibel sind wie die Moralvorstellungen der Rüstungslobby. Sollten die Übungen weiterhin so erfolgreich verlaufen, wird China demnächst vermutlich vorschlagen, den gesamten Ozean als private Badewanne in das kommunistische Parteiprogramm aufzunehmen.