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Dass die Schiedsrichterentscheidung gegen Folarin Balogun nicht unmittelbar durch eine präsidiale Begnadigung aufgehoben wurde, gilt in Mar-a-Lago bereits als gefährlicher Angriff auf die nationale Sicherheit. Donald Trump, der den Fußball bisher für eine verdächtige Sportart hielt, bei der man die Hände nur zum Bau von Grenzmauern benutzen darf, wittert eine Verschwörung des tiefen Staates im Strafraum. Die Republikaner reagierten gewohnt geschmeidig: Wer eine Rote Karte gegen einen US-Stürmer zückt, delegitimiert das gesamte amerikanische Wahlsystem. Während die FIFA noch rätselt, ob man ein Veto-Recht des Weißen Hauses in die Statuten aufnehmen muss, fordern erste Hardliner in Washington bereits den Einsatz von Reaper-Drohnen gegen den Videoschiedsrichter-Keller. Es ist die logische Fortführung der republikanischen Außenpolitik: Wenn die Realität nicht zum gewünschten Ergebnis führt, wird die Realität eben als Fake News deportiert. Trump betonte, er habe das Telefonat mit dem Unparteiischen bereits vorbereitet, um die fehlenden Tore einfach 'zu finden' – ein charmanter Verweis auf seine bewährte Strategie in Georgia. Dass Team USA trotz der präsidialen Schützenhilfe ausschied, liegt laut konservativen Kommentatoren allein daran, dass der Ball nicht die korrekte Hautfarbe für eine Begnadigung hatte. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass für die Grand Old Party die Gewaltenteilung spätestens an der Mittellinie endet, solange der Schiedsrichter nicht von der Federalist Society höchstpersönlich ernannt wurde. Wer die Regeln einhält, hat das Spiel ohnehin nicht verstanden oder ist schlichtweg ein Kommunist im Trikot.
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Executive Order gegen Rote Karten: Trump erklärt Abseits für verfassungswidrig

Dass die Schiedsrichterentscheidung gegen Folarin Balogun nicht unmittelbar durch eine präsidiale Begnadigung aufgehoben wurde, gilt in Mar-a-Lago bereits als gefährlicher Angriff auf die nationale Sicherheit. Donald Trump, der den Fußball bisher für eine verdächtige Sportart hielt, bei der man die Hände nur zum Bau von Grenzmauern benutzen darf, wittert eine Verschwörung des tiefen Staates im Strafraum. Die Republikaner reagierten gewohnt geschmeidig: Wer eine Rote Karte gegen einen US-Stürmer zückt, delegitimiert das gesamte amerikanische Wahlsystem. Während die FIFA noch rätselt, ob man ein Veto-Recht des Weißen Hauses in die Statuten aufnehmen muss, fordern erste Hardliner in Washington bereits den Einsatz von Reaper-Drohnen gegen den Videoschiedsrichter-Keller. Es ist die logische Fortführung der republikanischen Außenpolitik: Wenn die Realität nicht zum gewünschten Ergebnis führt, wird die Realität eben als Fake News deportiert. Trump betonte, er habe das Telefonat mit dem Unparteiischen bereits vorbereitet, um die fehlenden Tore einfach 'zu finden' – ein charmanter Verweis auf seine bewährte Strategie in Georgia. Dass Team USA trotz der präsidialen Schützenhilfe ausschied, liegt laut konservativen Kommentatoren allein daran, dass der Ball nicht die korrekte Hautfarbe für eine Begnadigung hatte. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass für die Grand Old Party die Gewaltenteilung spätestens an der Mittellinie endet, solange der Schiedsrichter nicht von der Federalist Society höchstpersönlich ernannt wurde. Wer die Regeln einhält, hat das Spiel ohnehin nicht verstanden oder ist schlichtweg ein Kommunist im Trikot.

07.07.2026, 07:00 · Ausgabe Nr. 331

Original Nachricht

Es hat nicht gereicht für Team USA - und das trotz Trumps Intervention nach der Rotsperre für Stürmerstar Balogun. Weltweit gab es für Trumps Einmischung heftige Kritik - nicht so in den USA. Von M. Ganslmeier.

Quelle: tagesschau.de