← Zur Übersicht
Endlich herrscht Gewissheit in den Vorgärten der Apokalypse: Eine US-Studie unter Beteiligung deutscher Experten hat herausgefunden, dass Windräder die körperliche Unversehrtheit des durchschnittlichen Wutbürgers in etwa so stark beeinflussen wie die Erdnussallergie eines Hamsters im Ural. Während besorgte Anwohner bisher fest davon überzeugt waren, dass der fiese Infraschall ihre inneren Organe zu Püree vibriert und die heimische Schrankwand in ein Portal zur Hölle verwandelt, konstatiert Jan Kerckhoff nun eine fast schon beleidigende Harmlosigkeit der weißen Riesen. Es stellt sich heraus: Die einzige tatsächliche Gefahr für die Gesundheit ist der akute Bluthochdruck, den der Anblick einer ökologisch sinnvollen Investition beim passionierten Berufs-Skeptiker auslöst. Die Empfehlung der Forscher, die Anwohner mehr in die Planung einzubeziehen, ist dabei purer therapeutischer Zynismus. Man möchte die Bürger abholen, vermutlich dort, wo sie seit Jahren mit Aluhut und Messgerät im Gebüsch hocken, um die akustische Verschwörung der globalistischen Atemluft-Mafia zu dokumentieren. Wenn die Deutschen mit derselben Energie, mit der sie gegen Rotorblätter kämpfen, ihre eigene Borniertheit reflektieren würden, bräuchten wir keine erneuerbaren Energien – die Reibungshitze ihrer kognitiven Dissonanz würde ausreichen, um das gesamte Bundesgebiet bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu beheizen. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis für jeden NIMBY: Das Windrad tötet nicht, es erinnert dich lediglich mit jeder Umdrehung daran, dass die Welt sich weiterdreht, auch wenn du versuchst, sie mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht anzuhalten.
Panorama

Infraschall-Hysterie: Deutsche Wutbürger fürchten Windrad-induzierten Libidoverlust und spontane Selbstentzündung

Endlich herrscht Gewissheit in den Vorgärten der Apokalypse: Eine US-Studie unter Beteiligung deutscher Experten hat herausgefunden, dass Windräder die körperliche Unversehrtheit des durchschnittlichen Wutbürgers in etwa so stark beeinflussen wie die Erdnussallergie eines Hamsters im Ural. Während besorgte Anwohner bisher fest davon überzeugt waren, dass der fiese Infraschall ihre inneren Organe zu Püree vibriert und die heimische Schrankwand in ein Portal zur Hölle verwandelt, konstatiert Jan Kerckhoff nun eine fast schon beleidigende Harmlosigkeit der weißen Riesen. Es stellt sich heraus: Die einzige tatsächliche Gefahr für die Gesundheit ist der akute Bluthochdruck, den der Anblick einer ökologisch sinnvollen Investition beim passionierten Berufs-Skeptiker auslöst. Die Empfehlung der Forscher, die Anwohner mehr in die Planung einzubeziehen, ist dabei purer therapeutischer Zynismus. Man möchte die Bürger abholen, vermutlich dort, wo sie seit Jahren mit Aluhut und Messgerät im Gebüsch hocken, um die akustische Verschwörung der globalistischen Atemluft-Mafia zu dokumentieren. Wenn die Deutschen mit derselben Energie, mit der sie gegen Rotorblätter kämpfen, ihre eigene Borniertheit reflektieren würden, bräuchten wir keine erneuerbaren Energien – die Reibungshitze ihrer kognitiven Dissonanz würde ausreichen, um das gesamte Bundesgebiet bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu beheizen. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis für jeden NIMBY: Das Windrad tötet nicht, es erinnert dich lediglich mit jeder Umdrehung daran, dass die Welt sich weiterdreht, auch wenn du versuchst, sie mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht anzuhalten.

07.07.2026, 07:01 · Ausgabe Nr. 333

Original Nachricht

Mancherorts befürchten Anwohner, Windräder könnten der Gesundheit schaden. Eine Studie aus den USA unter deutscher Beteiligung gibt Entwarnung. Dennoch raten Forschende, Anwohner mehr in die Planung einzubeziehen. Von Jan Kerckhoff.

Quelle: tagesschau.de