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In einer bahnbrechenden Premiere hat der ADAC herausgefunden, dass die Preisgestaltung an deutschen Autobahntankstellen weniger mit Marktwirtschaft als mit organisierter Geiselnahme zu tun hat. Wer den Mut besitzt, seinen Verbrennungsmotor direkt an der A7 zu füttern, zahlt Aufschläge, für die man in Frankfurt normalerweise eine Niere oder das Erstgeborene verpfänden muss. Die Erhebung offenbart eine charmante Diskrepanz von bis zu 40 Cent pro Liter, was im Grunde einer staatlich geduldeten Strafsteuer für den Mangel an Blasenkapazität oder Navigationsintelligenz entspricht. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg scheint der Dieselpreis mittlerweile an den Goldkurs oder die Libido der Mineralölvorstände gekoppelt zu sein, während man in Brandenburg für den Preis einer Tankfüllung bereits eine ganze Kleinstadt inklusive Bürgermeister erwerben könnte. Der deutsche Autofahrer, dieses devote Gewohnheitstier, nimmt die finanzielle Auspeitschung mit stoischer Ruhe hin und kauft dazu noch ein belegtes Brötchen für den Gegenwert eines Kleinwagens. Es ist die ultimative kapitalistische Ironie: Man bezahlt Höchstpreise für das Privileg, in einem Stau zu stehen, der von den Steuern finanziert wurde, die man beim Kauf des Treibstoffs entrichtet hat. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der ADAC hier kein Sparpotenzial, sondern lediglich das Ausmaß der kollektiven Verblödung an der Zapfsäule dokumentiert hat. Wer heute noch auf der Autobahn tankt, gibt wahrscheinlich auch im Casino Trinkgeld, wenn er gerade Haus und Hof verloren hat.
Wirtschaft

Wegelagerei 2.0: ADAC bestätigt Korrelation zwischen Asphaltnähe und plötzlichem Armutstod

In einer bahnbrechenden Premiere hat der ADAC herausgefunden, dass die Preisgestaltung an deutschen Autobahntankstellen weniger mit Marktwirtschaft als mit organisierter Geiselnahme zu tun hat. Wer den Mut besitzt, seinen Verbrennungsmotor direkt an der A7 zu füttern, zahlt Aufschläge, für die man in Frankfurt normalerweise eine Niere oder das Erstgeborene verpfänden muss. Die Erhebung offenbart eine charmante Diskrepanz von bis zu 40 Cent pro Liter, was im Grunde einer staatlich geduldeten Strafsteuer für den Mangel an Blasenkapazität oder Navigationsintelligenz entspricht. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg scheint der Dieselpreis mittlerweile an den Goldkurs oder die Libido der Mineralölvorstände gekoppelt zu sein, während man in Brandenburg für den Preis einer Tankfüllung bereits eine ganze Kleinstadt inklusive Bürgermeister erwerben könnte. Der deutsche Autofahrer, dieses devote Gewohnheitstier, nimmt die finanzielle Auspeitschung mit stoischer Ruhe hin und kauft dazu noch ein belegtes Brötchen für den Gegenwert eines Kleinwagens. Es ist die ultimative kapitalistische Ironie: Man bezahlt Höchstpreise für das Privileg, in einem Stau zu stehen, der von den Steuern finanziert wurde, die man beim Kauf des Treibstoffs entrichtet hat. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der ADAC hier kein Sparpotenzial, sondern lediglich das Ausmaß der kollektiven Verblödung an der Zapfsäule dokumentiert hat. Wer heute noch auf der Autobahn tankt, gibt wahrscheinlich auch im Casino Trinkgeld, wenn er gerade Haus und Hof verloren hat.

08.07.2026, 04:00 · Ausgabe Nr. 344

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Viele Menschen fahren bereits zum Tanken von Autobahnen ab: Denn an der nahegelegene Tankstelle ist es meist günstiger, wie auch eine ADAC-Erhebung zeigt. Dabei gibt es teils große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Quelle: tagesschau.de