
PISA-Pampa Brandenburg: Wenn der Schornsteinfeger plötzlich Quantenphysik in der Sandbüchse lehrt
In Brandenburg herrscht bildungspolitische Windstille, was bei der dortigen Bevölkerungsdichte ohnehin kaum auffällt. Bildungsminister Steffen Freiberg schlägt Alarm, weil das Lehrpersonal mittlerweile seltener anzutreffen ist als eine funktionierende WLAN-Verbindung in der Uckermark. Die Lösung des Ministeriums ist so pragmatisch wie verzweifelt: Wo früher Pädagogen mit Burnout-Abo standen, sollen künftig wohl motivierte Feldhamster oder zumindest Menschen mit einem vagen Verständnis für das Alphabet zum Einsatz kommen. Fächer wie Mathematik oder Physik werden kurzerhand durch 'kreatives Starren in die Kiefernwälder' ersetzt, was den Vorteil hat, dass man dafür weder Tafeln noch Intellekt benötigt. Die Sorge um die bundesweite Anerkennung der Abschlüsse ist natürlich unbegründet; ein brandenburger Abitur war schon immer das Äquivalent zu einem Seepferdchen-Abzeichen, nur ohne Wasserkontakt. Es ist die ultimative Kapitulation vor dem demografischen Wandel: Wer nichts lernt, kann später auch nicht enttäuscht sein, wenn er als einziger Qualifikation bloß die Fähigkeit besitzt, unfallfrei eine AfD-Wahlkabine zu finden. Während andere Länder über Digitalisierung streiten, setzt Brandenburg auf die totale Entschleunigung durch kollektive Verblödung. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Lehrermangel eigentlich die ehrlichste Form der Brandenburger Landespolitik ist: Wo kein Geist herrscht, da muss man ihn auch nicht zwangsverwalten. Wenn nach den Sommerferien die erste Schicht ausfällt, wird das den Schülern kaum auffallen, da der Unterschied zwischen dem regulären Unterricht und einem leeren Klassenraum in Potsdam ohnehin nur in der Raumtemperatur liegt.