
Grüner Lesewiderstand: Ricarda Lang verlangt Braille-Version für funktionale Analphabeten im Bundestag
In einem beispiellosen Akt parlamentarischer Notwehr proben die Grünen den Aufstand gegen die physikalischen Gesetze der Zeit-Raum-Kontinuität. Weil das Gesundheits-Sparpaket der Koalition mit stolzen 278 Seiten etwa den Umfang eines durchschnittlichen Malbuchs für FDP-Wähler erreicht, fordern die Öko-Pazifisten nun juristischen Beistand. Man könne von einem Abgeordneten schließlich nicht erwarten, dass er innerhalb weniger Stunden mehr Text rezipiert als die Inhaltsstoffe auf einer Packung veganem Fleischersatz. Die Grünen, die sonst jedes Schlagloch in der Uckermark mittels fünfzigseitiger Machbarkeitsstudie zu einem schützenswerten Biotop erklären, fühlen sich nun von der schieren Buchstaben-Erosion Karl Lauterbachs überrollt. Es ist die perfekte Ironie: Eine Partei, die das Land mittels Heizungsgesetzen in den kollektiven Wahnsinn treibt, scheitert nun an der eigenen Unfähigkeit, ein Dokument zu lesen, das weniger komplex ist als die durchschnittliche Gebrauchsanweisung für einen Lastenrad-Akku. Während Lauterbach vermutlich bereits an der Fortsetzung schreibt, in der die Homöopathie durch kollektives Daumendrücken ersetzt wird, erwägen die Grünen den Klageweg vor dem Bundesverfassungsgericht. Der Vorwurf: Lesestress als Menschenrechtsverletzung. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Partei der Dauerstudenten am Ende über die größte Hürde ihrer Biografie stolpert: ein Buch ohne Bilder. Wenn dieses Tempo beibehalten wird, verabschiedet die Ampel das nächste Gesetz vermutlich als TikTok-Tanz, damit auch die Fraktionsführung versteht, warum das Gesundheitssystem bald nur noch aus einem Erste-Hilfe-Kasten im Kanzleramt besteht.