
Betreutes Bündnis: NATO-Staaten kaufen Trump mit Ukraine-Milliarden Schweigegeld-Abo
Nachdem der transatlantische Kindergarten drei Tage lang unter der akustischen Umweltverschmutzung aus Mar-a-Lago litt, haben sich die NATO-Partner auf die einzige Sprache geeinigt, die Donald Trump versteht: massiver Einsatz von Hartwährung zur Vermeidung eines cholerischen Anfalls. Die milliardenschweren Hilfszusagen für die Ukraine fungieren hierbei weniger als strategisches Bollwerk, sondern primär als teure Beruhigungspille für einen Mann, dessen geografisches Verständnis Kiew vermutlich irgendwo zwischen einem Golfplatz in Schottland und einer Pizzeria in New Jersey verortet. Dass Trump zum Abschluss plötzlich milde Töne anschlug, überrascht Experten kaum: Wer einem hechelnden Golden Retriever einen Goldbarren vorsetzt, darf sich nicht wundern, wenn das Bellen vorübergehend in ein zufriedenes Hecheln umschlägt. Die Staats- und Regierungschefs atmen auf, wohlwissend, dass sie soeben das teuerste Schweigegeld der Weltgeschichte gezahlt haben, um einen Mann bei Laune zu halten, der das Verteidigungsbündnis vermutlich für eine Art Schutzgeld-Franchise hält. Solange die Schecks gedeckt sind, darf die Ukraine auf Unterstützung hoffen – zumindest so lange, bis Trump merkt, dass man aus Panzern keine glitzernden Wolkenkratzer bauen kann. Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass diplomatisches Geschick im 21. Jahrhundert vor allem darin besteht, einem Immobilienhai mit Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom so viel Geld in den Rachen zu werfen, dass er vor lauter Kauen das Drohen vergisst. Europas Sicherheit gleicht derzeit einem Abonnement-Modell: Wer zahlt, wird nicht sofort von seinem wichtigsten Verbündeten bei eBay-Kleinanzeigen an den meistbietenden Autokraten verscherbelt.