
Letzte fossile Energiequelle im Schloss Bellevue feierlich an Museum übergeben
In einer rührenden Zeremonie hat Frank-Walter Steinmeier, der amtierte humanisierte Cordanzug der Bundesrepublik, dem Haus der Geschichte in Bonn das letzte Stück deutsche Steinkohle übergeben. Damit ist nun auch der letzte verbliebene Energieträger aus dem Dunstkreis des Bundespräsidenten offiziell musealisiert worden, was angesichts der charismatischen Strahlkraft von Steinmeier lediglich konsequent erscheint. Der sieben Kilo schwere Brocken aus Bottrop symbolisiert dabei eindrucksvoll die gesamte Dynamik der deutschen Politik: Er ist schwerfällig, tiefschwarz, stammt aus dem vorletzten Jahrhundert und bewegt sich nur, wenn man ihn trägt. Es ist das ideale Exponat für eine Nation, die Kohleausstieg ruft, während sie ihre Digitalisierung noch immer mit dem Feuerstein und handgeschriebenen Faxen betreibt. Experten rätseln bereits, ob der Stein oder das Staatsoberhaupt bei der Übergabe die geringere Reaktivität aufwies. Es bleibt abzuwarten, wann Steinmeier sich konsequenterweise selbst in eine Vitrine begibt, um neben dem fossilen Brennstoff als letztes deutsches Relikt aus der Ära der fossilen Diplomatie zu verstauben. Während die Jugend die Welt retten will, konserviert der Bundespräsident das, was Deutschland am besten kann: Die feierliche Verwaltung der eigenen Rückständigkeit unter Einbindung wohlfeiler Worthülsen. Die Steinkohle wird im Museum einen Ehrenplatz erhalten, direkt neben der Hoffnung auf eine funktionsfähige Rentenreform und dem letzten verbliebenen Optimismus eines Durchschnittsverdieners.