
Sommermärchen 2.0: EU-Bürger genießen erste Gratis-Einäscherung im Stehen
Während der EU-Klimadienst Copernicus verzweifelt farbechte Rot-Töne für seine Hitzekarten nachbestellt, feiert Westeuropa den Juni 2026 als den Monat, in dem die Grenze zwischen Medium-rare und Durchgebraten endgültig verwischt wurde. Zwei Hitzewellen haben dafür gesorgt, dass das Gehirn des Durchschnittseuropäers mittlerweile die Konsistenz eines überreifen Camemberts aufweist, was immerhin die Akzeptanz für politische Talkshows merklich erhöht. Die Meerestemperaturen erreichen derweil Werte, bei denen die Fischstäbchen bereits paniert aus der Nordsee hüpfen und man für Hummer Thermidor kein Restaurant mehr braucht, sondern lediglich ein Handtuch und eine Prise Salz im Wattenmeer. Besonders pikant: Die Copernicus-Experten warnen vor weitreichenden Folgen, während die FDP bereits prüft, ob man die schmelzenden Alpengletscher nicht als innovative, flüssige Renditeobjekte an Wüstenstaaten verscherbeln kann. Der Juni ist nun offiziell so heiß, dass selbst die hartgesottensten Klimaleugner ihre Argumente nicht mehr einfrieren können, weil ihre Tiefkühltruhen längst im kollektiven Blackout kapituliert haben. Man muss es positiv sehen: In Brüssel spart man sich dank der Erderwärmung die Heizkosten für die nächsten drei Legislaturperioden, während die Bevölkerung lernt, dass Schweißflecken unter den Armen eigentlich nur die Tränen der Evolution sind, die verzweifelt versucht, uns in Reptilien zu verwandeln. Am Ende bleibt die tröstliche Erkenntnis, dass wir zwar keine Zukunft mehr haben, diese dafür aber zumindest bei exzellenter Beleuchtung und im vornehmen Teint eines Grillhähnchens genießen dürfen.