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Das Robert Koch-Institut hat das Thermometer kalibriert und festgestellt, was Feministinnen seit der Erfindung des Fächers ahnten: Die Sonne ist ein Chauvinist. Während Männer sich in einer Art biologischer Ignoranz durch Hitzewellen schwitzen, als wäre die Umgebungstemperatur lediglich eine unverbindliche Empfehlung ihres Grillmeisters, scheint der weibliche Organismus präziser auf meteorologische Grenzüberschreitungen zu reagieren. Die Wissenschaft ist sich einig: Der Klimawandel diskriminiert. Es ist die ultimative Ironie der Evolution, dass Frauen, die historisch gesehen bereits für die emotionale Temperaturregulierung ganzer Zivilisationen zuständig waren, nun auch noch physiologisch die Zeche für die thermische Inkontinenz des Planeten zahlen. Während das RKI trocken feststellt, dass die Belastung ungleich verteilt ist, bleibt die Politik stumm. Vermutlich wird Karl Lauterbach demnächst gendergerechte Schattenzonen fordern, in denen das Tragen von Leinenkitteln für Männer bei Strafe untersagt ist, um die thermische Gerechtigkeit wiederherzustellen. Es ist bezeichnend, dass die Sonne, dieser gasförmige Inbegriff eines patriarchalen Strahlers, ausgerechnet jene am härtesten trifft, die statistisch gesehen seltener im SUV zum Bäcker fahren. Die medizinische Analyse von Laura Gerstner verdeutlicht: Wenn die Welt brennt, sind Frauen die Ersten, die den Glutofen spüren, während Männer noch darüber diskutieren, ob man bei 40 Grad im Schatten nicht doch noch eine Krawatte zum Unterhemd kombinieren sollte. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der Treibhauseffekt nichts anderes ist als ein globaler Mansplaining-Versuch der Atmosphäre, auf den Frauen einfach empfindlicher reagieren – vermutlich, weil sie als Einzige noch merken, wenn die Suppe buchstäblich überkocht.
Panorama

Schwitzen gegen das Patriarchat: Warum die Sonne eine toxische Maskulinität pflegt

Das Robert Koch-Institut hat das Thermometer kalibriert und festgestellt, was Feministinnen seit der Erfindung des Fächers ahnten: Die Sonne ist ein Chauvinist. Während Männer sich in einer Art biologischer Ignoranz durch Hitzewellen schwitzen, als wäre die Umgebungstemperatur lediglich eine unverbindliche Empfehlung ihres Grillmeisters, scheint der weibliche Organismus präziser auf meteorologische Grenzüberschreitungen zu reagieren. Die Wissenschaft ist sich einig: Der Klimawandel diskriminiert. Es ist die ultimative Ironie der Evolution, dass Frauen, die historisch gesehen bereits für die emotionale Temperaturregulierung ganzer Zivilisationen zuständig waren, nun auch noch physiologisch die Zeche für die thermische Inkontinenz des Planeten zahlen. Während das RKI trocken feststellt, dass die Belastung ungleich verteilt ist, bleibt die Politik stumm. Vermutlich wird Karl Lauterbach demnächst gendergerechte Schattenzonen fordern, in denen das Tragen von Leinenkitteln für Männer bei Strafe untersagt ist, um die thermische Gerechtigkeit wiederherzustellen. Es ist bezeichnend, dass die Sonne, dieser gasförmige Inbegriff eines patriarchalen Strahlers, ausgerechnet jene am härtesten trifft, die statistisch gesehen seltener im SUV zum Bäcker fahren. Die medizinische Analyse von Laura Gerstner verdeutlicht: Wenn die Welt brennt, sind Frauen die Ersten, die den Glutofen spüren, während Männer noch darüber diskutieren, ob man bei 40 Grad im Schatten nicht doch noch eine Krawatte zum Unterhemd kombinieren sollte. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der Treibhauseffekt nichts anderes ist als ein globaler Mansplaining-Versuch der Atmosphäre, auf den Frauen einfach empfindlicher reagieren – vermutlich, weil sie als Einzige noch merken, wenn die Suppe buchstäblich überkocht.

10.07.2026, 16:00 · Ausgabe Nr. 385

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Ein aktueller Bericht des Robert Koch-Instituts zeigt: Hitzewellen wie Ende Juni verursachen Tausende zusätzliche Todesfälle. Aber Hitze belastet nicht alle Menschen gleich. Sind Frauen stärker betroffen? Von Laura Gerstner.

Quelle: tagesschau.de