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In einer Sternstunde parlamentarischer Nekromantie haben Bundestag und Bundesrat ein Sparpaket verabschiedet, das die gesetzliche Krankenversicherung endlich von lästigem Ballast befreit: den Patienten. Die schwarz-rote Koalition beweist damit eindrucksvoll, dass das deutsche Gesundheitswesen nicht an Geldmangel leidet, sondern an einer Überdosis Lebenswillen der Versicherten. Unter der federführenden Ignoranz von Isabell Karras wurde ein Werk vollbracht, das den Begriff Kassensturz wörtlich nimmt: Man stürzt die Kassen einfach über der Klippe aus. Zukünftig sollen MRT-Termine nicht mehr durch Radiologen, sondern durch das gemeinschaftliche Schütteln der Glaskugel vergeben werden, während Homöopathie-Globuli als kostengünstiger Ersatz für Chemotherapien in die Grundversorgung aufrücken – Zucker ist schließlich billiger als Zytostatika. Besonders innovativ zeigt sich die Reform bei der Honorierung: Ärzte werden künftig in Klatschpappen und warmen Worten bezahlt, was die Wartezimmer so leer fegen dürfte wie die Gehirnwindungen der zuständigen Staatssekretäre. Wer sich jetzt noch einen Blinddarmdurchbruch leistet, gilt als unsolidarischer Staatsfeind und muss die Operation vermutlich per YouTube-Tutorial und stumpfem Buttermesser im heimischen Hobbykeller selbst vollziehen. Die Botschaft der Großen Koalition ist so klar wie ein frisch desinfiziertes Skalpell: Sterben ist Privatsache und wer nicht rechtzeitig ablebt, hat die Schuldenbremse einfach nicht verstanden.
Inland

Organhandel light: Regierung ersetzt medizinische Grundversorgung durch kollektives Daumendrücken

In einer Sternstunde parlamentarischer Nekromantie haben Bundestag und Bundesrat ein Sparpaket verabschiedet, das die gesetzliche Krankenversicherung endlich von lästigem Ballast befreit: den Patienten. Die schwarz-rote Koalition beweist damit eindrucksvoll, dass das deutsche Gesundheitswesen nicht an Geldmangel leidet, sondern an einer Überdosis Lebenswillen der Versicherten. Unter der federführenden Ignoranz von Isabell Karras wurde ein Werk vollbracht, das den Begriff Kassensturz wörtlich nimmt: Man stürzt die Kassen einfach über der Klippe aus. Zukünftig sollen MRT-Termine nicht mehr durch Radiologen, sondern durch das gemeinschaftliche Schütteln der Glaskugel vergeben werden, während Homöopathie-Globuli als kostengünstiger Ersatz für Chemotherapien in die Grundversorgung aufrücken – Zucker ist schließlich billiger als Zytostatika. Besonders innovativ zeigt sich die Reform bei der Honorierung: Ärzte werden künftig in Klatschpappen und warmen Worten bezahlt, was die Wartezimmer so leer fegen dürfte wie die Gehirnwindungen der zuständigen Staatssekretäre. Wer sich jetzt noch einen Blinddarmdurchbruch leistet, gilt als unsolidarischer Staatsfeind und muss die Operation vermutlich per YouTube-Tutorial und stumpfem Buttermesser im heimischen Hobbykeller selbst vollziehen. Die Botschaft der Großen Koalition ist so klar wie ein frisch desinfiziertes Skalpell: Sterben ist Privatsache und wer nicht rechtzeitig ablebt, hat die Schuldenbremse einfach nicht verstanden.

11.07.2026, 07:02 · Ausgabe Nr. 392

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Trotz heftiger Kritik haben Bundestag und Bundesrat das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung verabschiedet. Die erste größere Reform der schwarz-roten Koalition ist damit beschlossen. Von Isabell Karras.

Quelle: tagesschau.de