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Die Ampel-Koalition hat das physikalische Unmögliche vollbracht: Sie hat den Klimawandel durch Aktenordner ersetzt. Mit der chirurgischen Präzision eines betrunkenen Metzgers wurden die Heizungsregeln so weit entkernt, dass sie nun die strukturelle Integrität eines nassen Toilettenpapiers besitzen. Robert Habeck, einst der Messias der Wärmepumpe, fungiert mittlerweile als oberster Bestatter grüner Illusionen, während Christian Lindner die schwarze Null wie eine Monstranz vor sich herträgt, um sicherzustellen, dass wir zwar in einer brennenden Welt leben, aber wenigstens mit einem ausgeglichenen Schuldenkonto in den Orkus fahren. Der Fokus auf Gaskraftwerke ist dabei der intellektuelle Geniestreich der Saison: Es ist etwa so sinnvoll, wie den Durst mit Salzwasser zu löschen, nur weil der Bau des Brunnens die Schuldenbremse beleidigt hätte. Während die Wissenschaft verzweifelt Diagramme zeichnet, die steiler sind als die Kanzlerkandidatur-Ambitionen von Olaf Scholz, entscheidet sich Berlin für die Strategie des kontrollierten Erstickens bei offenem Fenster. Die Klimatransformation wurde nicht etwa gestoppt, sie wurde lediglich in einen Zustand versetzt, den man in der Medizin als Hirntod bei gleichzeitigem Erhalt der Reflexe bezeichnet. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass diese Regierung den Begriff Nachhaltigkeit primär auf die Haltbarkeit ihrer eigenen Sessel bezieht. Wer braucht schon ein Fundament, wenn man im freien Fall sowieso kein Stockwerk mehr betreten muss? Der letzte macht das Licht aus – sofern die Gaskraftwerke bis dahin überhaupt angesprungen sind.
Inland

Ruhe sanft: Bundesregierung bettet Klimaziele ins gemütliche Endlager aus Gaskraft und Hoffnung

Die Ampel-Koalition hat das physikalische Unmögliche vollbracht: Sie hat den Klimawandel durch Aktenordner ersetzt. Mit der chirurgischen Präzision eines betrunkenen Metzgers wurden die Heizungsregeln so weit entkernt, dass sie nun die strukturelle Integrität eines nassen Toilettenpapiers besitzen. Robert Habeck, einst der Messias der Wärmepumpe, fungiert mittlerweile als oberster Bestatter grüner Illusionen, während Christian Lindner die schwarze Null wie eine Monstranz vor sich herträgt, um sicherzustellen, dass wir zwar in einer brennenden Welt leben, aber wenigstens mit einem ausgeglichenen Schuldenkonto in den Orkus fahren. Der Fokus auf Gaskraftwerke ist dabei der intellektuelle Geniestreich der Saison: Es ist etwa so sinnvoll, wie den Durst mit Salzwasser zu löschen, nur weil der Bau des Brunnens die Schuldenbremse beleidigt hätte. Während die Wissenschaft verzweifelt Diagramme zeichnet, die steiler sind als die Kanzlerkandidatur-Ambitionen von Olaf Scholz, entscheidet sich Berlin für die Strategie des kontrollierten Erstickens bei offenem Fenster. Die Klimatransformation wurde nicht etwa gestoppt, sie wurde lediglich in einen Zustand versetzt, den man in der Medizin als Hirntod bei gleichzeitigem Erhalt der Reflexe bezeichnet. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass diese Regierung den Begriff Nachhaltigkeit primär auf die Haltbarkeit ihrer eigenen Sessel bezieht. Wer braucht schon ein Fundament, wenn man im freien Fall sowieso kein Stockwerk mehr betreten muss? Der letzte macht das Licht aus – sofern die Gaskraftwerke bis dahin überhaupt angesprungen sind.

11.07.2026, 13:00 · Ausgabe Nr. 396

Original Nachricht

Schwächere Heizungsregeln, ein Fokus auf Gaskraftwerke und ein Haushalt, der beim Klimaschutz kürzt: Was einzeln noch verkraftbar wäre, zerstört in Summe jeglichen Fortschritt bei der Klimatransformation, meint Katha Jansen.

Quelle: tagesschau.de