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Ein Hauch von Klassenkampf wehte durch das Rheinland, als die linksextremistische Splittergruppe Angry Birds versuchte, den Kapitalismus durch das Durchtrennen von Glasfaserkabeln zwischen Köln und Düsseldorf in die Knie zu zwingen. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das jedoch an der bitteren Realität des deutschen Schienenverkehrs scheiterte. Wer die Deutsche Bahn sabotieren will, trägt Eulen nach Athen beziehungsweise Verspätungsminuten nach Duisburg. Die Bekennerschreiben der Gruppe lesen sich wie eine Mischung aus einem Grundkurs für dialektischen Materialismus und einer Anleitung für das Legespiel Mikado. Doch der Schock in der Bevölkerung hielt sich in Grenzen. Pendler, die seit Jahrzehnten durch chronische Unterfinanzierung und marode Stellwerke auf das Niveau von Eremiten herabgestuft wurden, bemerkten den politisch motivierten Anschlag schlichtweg nicht. Die Angry Birds mussten schmerzlich feststellen, dass man ein System, das sich bereits im Zustand der kontrollierten Selbstauflösung befindet, nicht effektiv stören kann. Es ist, als würde man versuchen, in einer brennenden Mülltonne ein Streichholz zu entzünden. Die harte Pointe für die radikale Linke: Die Deutsche Bahn ist bereits so gründlich gegen den Baum gefahren, dass selbst der militanteste Anarchist daneben wie ein überkorrekter Schweizer Uhrmacher wirkt. Während die Polizei nach den Tätern fahndet, plant der Bahnvorstand intern bereits, die Sabotageakte künftig als offizielle Streckensperrungen zur Kundenzufriedenheitsoptimierung zu verbuchen. Abschließend bleibt festzustellen: In Deutschland erreicht die Revolution ihr Ziel nicht, weil sie aufgrund einer Signalstörung schon in Leverkusen-Mitte auf unbestimmte Zeit gestoppt wurde.
Inland

Revolution per Stellwerksschaden: Linksextreme kapitulieren vor der natürlichen Inkompetenz der Bahn

Ein Hauch von Klassenkampf wehte durch das Rheinland, als die linksextremistische Splittergruppe Angry Birds versuchte, den Kapitalismus durch das Durchtrennen von Glasfaserkabeln zwischen Köln und Düsseldorf in die Knie zu zwingen. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das jedoch an der bitteren Realität des deutschen Schienenverkehrs scheiterte. Wer die Deutsche Bahn sabotieren will, trägt Eulen nach Athen beziehungsweise Verspätungsminuten nach Duisburg. Die Bekennerschreiben der Gruppe lesen sich wie eine Mischung aus einem Grundkurs für dialektischen Materialismus und einer Anleitung für das Legespiel Mikado. Doch der Schock in der Bevölkerung hielt sich in Grenzen. Pendler, die seit Jahrzehnten durch chronische Unterfinanzierung und marode Stellwerke auf das Niveau von Eremiten herabgestuft wurden, bemerkten den politisch motivierten Anschlag schlichtweg nicht. Die Angry Birds mussten schmerzlich feststellen, dass man ein System, das sich bereits im Zustand der kontrollierten Selbstauflösung befindet, nicht effektiv stören kann. Es ist, als würde man versuchen, in einer brennenden Mülltonne ein Streichholz zu entzünden. Die harte Pointe für die radikale Linke: Die Deutsche Bahn ist bereits so gründlich gegen den Baum gefahren, dass selbst der militanteste Anarchist daneben wie ein überkorrekter Schweizer Uhrmacher wirkt. Während die Polizei nach den Tätern fahndet, plant der Bahnvorstand intern bereits, die Sabotageakte künftig als offizielle Streckensperrungen zur Kundenzufriedenheitsoptimierung zu verbuchen. Abschließend bleibt festzustellen: In Deutschland erreicht die Revolution ihr Ziel nicht, weil sie aufgrund einer Signalstörung schon in Leverkusen-Mitte auf unbestimmte Zeit gestoppt wurde.

12.07.2026, 04:01 · Ausgabe Nr. 404

Original Nachricht

Eine der wichtigsten Bahnstrecken in NRW ist offenbar durch einen Sabotageakt lahmgelegt worden. Im Netz tauchte ein Bekennerschreiben der linksextremen Gruppe "Angry Birds" auf. Inzwischen ist die Strecke wieder offen.

Quelle: tagesschau.de