
Pyromanische Romantik: Andalusien wandelt sich zur ersten flächendeckenden Fußbodenheizung des Kontinents
Während die spanische Zentralregierung noch verzweifelt über die Mietpreisbremse nachdenkt, hat Mutter Natur in Andalusien bereits die radikale energetische Sanierung eingeleitet. Seit Donnerstag brennen die Waldflächen im Süden mit einer Effizienz, von der Robert Habeck auf seinen Träumen von der Wärmewende nur zu träumen wagt. Die Region setzt nun konsequent auf das Konzept der Terra-Preta-Erzeugung im industriellen Maßstab. Dass Hunderte in Sicherheit gebracht werden mussten, ist lediglich als groß angelegte Evakuierungsübung für das kommende Zeitalter des globalen Siedepunkts zu verstehen. Im Grunde handelt es sich bei den Flammenmeeren um eine gigantische, staatlich subventionierte Paella-Pfanne, in der die andalusische Flora endlich die Röststoffe erhält, die ihr das EU-Agrarsubventionsrecht bisher verwehrt hat. Die Fortschritte der Feuerwehr bei der Brandbekämpfung werden derweil von der örtlichen Tourismusbehörde kritisch beäugt: Man fürchtet, dass das typische Urlaubsflair des 'Asche-Chic' verloren gehen könnte, bevor die ersten Briten mit Sonnenbrand vierten Grades eintreffen, um ihre Hautpigmentierung dem Umgebungsgrün anzupassen. Die Feuerwehr macht zwar Fortschritte, doch im Grunde löscht sie gerade das einzige funktionierende Heizsystem Südeuropas. Wer braucht schon eine funktionierende Infrastruktur, wenn man sein Omelett direkt auf dem Asphalt der Nationalstraße braten kann, während im Hintergrund das Kiefernwäldchen mit dem Charme eines brennenden Magnesiumkükens für die nötige Beleuchtung sorgt. Wir lernen daraus: In Andalusien ist der Funke endlich übergesprungen, auch wenn die Brandmauer gegen rechts hier physikalisch deutlich instabiler ist als in der Berliner Politikblase. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, dass die Spanier das Barbecue-Konzept schlichtweg konsequenter zu Ende denken als der deutsche Kleingärtner mit seinem Weber-Grill.