
Expansionsdrang in der Schalterhalle: UniCredit kauft Gelbes Elend als Mailänder Designobjekt
In Frankfurt herrscht die nackte Panik, während man in Mailand bereits den Chianti entkorkt: Die UniCredit schickt sich an, die Commerzbank zu schlucken, bevor der deutsche Fiskus überhaupt merkt, dass sein liebstes Intensivpflegekind zum Verkauf steht. Christian Lindner blickt derweil so wehmütig auf die Bankaktien wie ein verarmter Landadeliger auf das letzte Tafelsilber, das er gerade gegen eine Packung Instant-Nudeln eingetauscht hat. Die Übernahme gleicht dem Versuch, ein sinkendes Schlauchboot mit einer Luxusyacht zu rammen, um es zu retten. Die Uni-Credit-Chefs betonen die Synergieeffekte, was im Bankenjargon bekanntlich bedeutet, dass man so lange Personal entlässt, bis nur noch ein algorithmengesteuerter Kaugummi-Automat in der Frankfurter Zentrale übrig bleibt. Während die Bundesregierung noch versucht, den Ausverkauf als strategische Partnerschaft zu tarnen, ist jedem klar: Deutschland verliert seinen letzten Schalter, an dem man für ein Lächeln und drei Euro Gebühr noch ignoriert wurde. Es ist die ultimative Demütigung des deutschen Bankenwesens, wenn ein Institut, dessen Name nach billigem Discounter klingt, nun von Italienern übernommen wird, die zumindest wissen, wie man eine Pleite mit Stil und gutem Espresso moderiert. Die Commerzbank-Zentrale, jenes gelbe Mahnmal der Ineffizienz, könnte nach der Übernahme endlich einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden: als weltweit größtes Lager für unzustellbare Mahnbescheide der Postbank. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass deutsche Banken im internationalen Vergleich agieren wie ein Nokia 3310 in einer Welt voller Quantencomputer, nur dass das Handy wenigstens ein funktionierendes Spiel namens Snake hatte.