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Die Europäische Kommission hat nach jahrelanger, kostenintensiver Beobachtung von Tanzvideos in Endlosschleife eine bahnbrechende Erkenntnis gewonnen: Der Durchschnittsnutzer unter 15 Jahren verfügt mittlerweile über die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege auf Speed. Um die kognitive Kernschmelze der nächsten Generation zumindest bis zur Volljährigkeit hinauszuzögern, empfiehlt die Expertengruppe um Kathrin Schmid nun ein striktes Mindestalter für soziale Netzwerke. Es ist der verzweifelte Versuch, das Abendland davor zu bewahren, dass die künftige Elite ihre Rentenanträge ausschließlich in Form von ausdruckslosen Point-of-View-Clips einreicht. Die Experten fordern eine digitale Grenzkontrolle, bei der Kleinkinder nicht mehr ungehindert ihr neuronales Netzwerk gegen ein Algorithmus-Abonnement eintauschen dürfen. Dass diese Empfehlung in einer Realität erscheint, in der Elfjährige bereits die Ästhetik von Influencern kopieren, um die Leere in ihren durchoptimierten Kinderzimmern zu füllen, ist von einer Ironie, die selbst Metas Mark Zuckerberg ein echtes Lächeln in sein Silikongesicht zaubern müsste. Wenn die EU nun reguliert, ist das etwa so effektiv, wie ein Tempolimit für brennende Flugzeuge zu fordern, während man die Flügel bereits gewinnbringend an Tik-Tok-Investoren versteigert hat. Wahrscheinlich werden die Jugendlichen das Verbot ohnehin umgehen, indem sie sich als achtzigjährige Omas ausgeben, was wiederum perfekt zum digitalen Altersheim Europa passt, in dem man Innovationen lieber mit Verboten belegt, als den eigenen Bildungsnotstand durch echtes Handeln zu kaschieren. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein Mindestalter für das Internet ist so sinnvoll wie ein Mindestgewicht für Luftschlösser, solange die Eltern ihre Sprösslinge als klickbringendes Humankapital im digitalen Schaufenster dekorieren.
Ausland

Brüssel empfiehlt Entzugsklinik statt Kinderzimmer: EU will Analphabetismus erst ab Achtzehn

Die Europäische Kommission hat nach jahrelanger, kostenintensiver Beobachtung von Tanzvideos in Endlosschleife eine bahnbrechende Erkenntnis gewonnen: Der Durchschnittsnutzer unter 15 Jahren verfügt mittlerweile über die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege auf Speed. Um die kognitive Kernschmelze der nächsten Generation zumindest bis zur Volljährigkeit hinauszuzögern, empfiehlt die Expertengruppe um Kathrin Schmid nun ein striktes Mindestalter für soziale Netzwerke. Es ist der verzweifelte Versuch, das Abendland davor zu bewahren, dass die künftige Elite ihre Rentenanträge ausschließlich in Form von ausdruckslosen Point-of-View-Clips einreicht. Die Experten fordern eine digitale Grenzkontrolle, bei der Kleinkinder nicht mehr ungehindert ihr neuronales Netzwerk gegen ein Algorithmus-Abonnement eintauschen dürfen. Dass diese Empfehlung in einer Realität erscheint, in der Elfjährige bereits die Ästhetik von Influencern kopieren, um die Leere in ihren durchoptimierten Kinderzimmern zu füllen, ist von einer Ironie, die selbst Metas Mark Zuckerberg ein echtes Lächeln in sein Silikongesicht zaubern müsste. Wenn die EU nun reguliert, ist das etwa so effektiv, wie ein Tempolimit für brennende Flugzeuge zu fordern, während man die Flügel bereits gewinnbringend an Tik-Tok-Investoren versteigert hat. Wahrscheinlich werden die Jugendlichen das Verbot ohnehin umgehen, indem sie sich als achtzigjährige Omas ausgeben, was wiederum perfekt zum digitalen Altersheim Europa passt, in dem man Innovationen lieber mit Verboten belegt, als den eigenen Bildungsnotstand durch echtes Handeln zu kaschieren. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Ein Mindestalter für das Internet ist so sinnvoll wie ein Mindestgewicht für Luftschlösser, solange die Eltern ihre Sprösslinge als klickbringendes Humankapital im digitalen Schaufenster dekorieren.

13.07.2026, 10:01 · Ausgabe Nr. 424

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Einzelne Länder diskutieren schon lange über ein Social-Media-Mindestalter. Nun will auch die EU handeln. Heute gibt eine Expertenkommission ihre Empfehlungen ab. Von Kathrin Schmid.

Quelle: tagesschau.de