
Linken-Chefin sucht Wut im ARD-Sommerinterview und findet nur leere Sitze
Ines Schwerdtner von der Linkspartei hat im ARD-Sommerinterview die Reformen der Bundesregierung scharf kritisiert und eine Entschuldigung der CDU gefordert. Die neue Parteichefin erklärte vor laufender Kamera, dass sie überall im Land eine riesige Wut bei den Bürgern spüre. Vermutlich meinte sie damit vor allem die Wut ihrer eigenen Mitglieder beim Blick auf die aktuellen Wahlumfragen. Schwerdtner forderte Kanzler Friedrich Merz dazu auf, sich für seine Politik zu entschuldigen. Das ist mutig, denn Merz entschuldigt sich normalerweise nur bei seinem Spiegelbild, wenn er morgens eine Strähne übersieht. Die Linke hofft nun, dass Wut der neue Treibstoff für ihre Partei wird. Wenn Frust tatsächlich Stimmen bringen würde, stünde die Linkspartei bei einhundertzehn Prozent und Schwerdtner wäre bereits Kaiserin von Deutschland. Doch statt Massenprotesten gab es im Interview nur die übliche Sommerhitze und das leise Summen der Klimaanlage. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass Schimpfen auf die CDU zwar Spaß macht, aber leider keine Miete zahlt. Die Linke will jetzt die Retterin der kleinen Leute sein, falls diese Leute sich noch daran erinnern können, wer diese Partei eigentlich ist. Die CDU hat die Forderung nach einer Entschuldigung übrigens abgelehnt, weil Kanzler Merz gerade damit beschäftigt war, seine Villa nachzuzählen.