
Frankfurt bekommt Ebola-Besuch – Klinikpersonal hofft auf besseres Kantinenessen
Ein erkrankter US-Amerikaner ist zur medizinischen Behandlung in der Frankfurter Uniklinik gelandet. Das Bundesgesundheitsministerium gibt sofort Entwarnung und betont, dass absolut keine Gefahr für die Bevölkerung besteht. In Frankfurt ist man schließlich ganz andere Dinge gewöhnt. Wer täglich die Abgase am Flughafen einatmet und die Preise am Hauptbahnhof überlebt, dessen Immunsystem lacht über einen kleinen Virus aus Übersee nur müde. Die Ärzte tragen sicherheitshalber Anzüge, die aussehen wie Alufolie für Riesen, aber das dient eher dem Sonnenschutz. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits prüfen lassen, ob man die Behandlungskosten direkt von der nächsten US-Zahlung abziehen kann. Schließlich müsse Deutschland jetzt sparen, wo es nur geht. Der Patient wundert sich unterdessen über das deutsche Gesundheitssystem. Er dachte erst, er sei in einer privaten Wellness-Oase gelandet, weil das Bett keine Räder hat und die Pfleger Deutsch sprechen. In den USA hätte er für die Fahrt im Krankenwagen wahrscheinlich sein Haus verkaufen müssen. Hier bekommt er nun erstklassige Medizin und darf sogar das Mineralwasser umsonst trinken. Die Klinikleitung ist entspannt und freut sich über den Gast. Man überlegt sogar, Ebola-Stationen dauerhaft als Abenteuer-Urlaub für gestresste Banker aus dem Viertel anzubieten. In Frankfurt am Main bekommt man eben alles klein, sogar die Viren.