
Hubig zahlt Gefängnis-Opfern mehr: Vollpension hinter Gittern wird endlich kostenlos
Bundesjustizministerin Hubig möchte den Tagessatz für Menschen erhöhen, die völlig unschuldig im Gefängnis saßen. Ein neuer Gesetzentwurf sieht zudem vor, dass der Staat nicht mehr frech Geld für Miete und Essen von der Entschädigung abzieht. Bisher war ein Justizirrtum wie ein Zwangsbesuch im Ferienlager inklusive Abrechnung für das harte Kopfkissen. Wer zehn Jahre umsonst hinter Gittern hockte, bekam am Ende eine Rechnung für den täglichen Hagebuttentee präsentiert. Das ist so fair wie ein Kellner, der einem ein Glas Wasser über die Hose schüttet und danach Geld für die Reinigung des Bodens verlangt. Ministerin Hubig findet wohl, dass ein schwedisches Gardinen-Abo ohne Wellness-Bereich nicht auch noch als kostenpflichtige Logis gelten darf. In Zukunft gibt es also mehr Bares für zu viel Freizeit im grauen Beton. Finanzminister Klingbeil rechnet sicher schon intensiv nach, ob man sich die Freiheit der Bürger überhaupt noch leisten kann. Vielleicht gibt es bald als Ausgleich wenigstens eine Bonuskarte für jeden zehnten unschuldigen Tag im Bau. Unschuldige Bürger freuen sich jedenfalls, dass der Staat sie beim nächsten Fehler nicht auch noch wie zahlende Gäste in einer Jugendherberge ohne WLAN behandelt.