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In einer Glanzleistung administrativer Zellteilung hat die Bundesregierung das vierte Abwehrzentrum für hybride Bedrohungen ins Leben gerufen, getreu dem Motto: Wenn man den Gegner nicht sieht, hilft nur eine zusätzliche Stempelgebühr. Während die ersten drei Zentren vermutlich noch damit beschäftigt sind, die Passwörter für ihre Kaffeemaschinen gegen russische Kühlschrank-Hacker zu verteidigen, soll das neue Super-Zentrum nun die Maßnahmen koordinieren. In Berlin weiß man schließlich: Hybride Bedrohungen bekämpft man am besten mit hybrider Inkompetenz, bei der niemand mehr genau sagen kann, ob die Untätigkeit nun analoger oder digitaler Natur ist. Dass man für die Abwehr von Desinformation und Sabotage nun eine vierte Behörde braucht, ist in etwa so effizient, als würde man ein Loch im Eimer dadurch reparieren, dass man daneben drei weitere Eimer mit Löchern aufstellt, um das auslaufende Wasser demokratisch zu verteilen. Das Ziel ist klar definiert: Man möchte so viele Koordinierungsgremien schaffen, dass ein potenzieller Angreifer vor lauter bürokratischer Langeweile freiwillig das Handtuch wirft, noch bevor er das erste Trojanische Pferd in die Excel-Tabelle des Innenministeriums geschleust hat. Die neue Behörde fungiert dabei als das intellektuelle Äquivalent einer Brandschutzübung in einer Unterwasserstation. Man darf gespannt sein, wann das fünfte Zentrum folgt, das dann ausschließlich dafür zuständig ist, die ersten vier Zentren daran zu erinnern, dass sie eigentlich existieren. Am Ende ist die einzige wirklich ernstzunehmende hybride Bedrohung für diesen Staat ohnehin die Gefahr, dass ein Faxgerät im Ernstfall eine Fehlermeldung auf Französisch anzeigt.
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Zuständigkeitspuzzle Deluxe: Viertes Abwehrzentrum gegen das schreckliche Nichts feierlich eröffnet

In einer Glanzleistung administrativer Zellteilung hat die Bundesregierung das vierte Abwehrzentrum für hybride Bedrohungen ins Leben gerufen, getreu dem Motto: Wenn man den Gegner nicht sieht, hilft nur eine zusätzliche Stempelgebühr. Während die ersten drei Zentren vermutlich noch damit beschäftigt sind, die Passwörter für ihre Kaffeemaschinen gegen russische Kühlschrank-Hacker zu verteidigen, soll das neue Super-Zentrum nun die Maßnahmen koordinieren. In Berlin weiß man schließlich: Hybride Bedrohungen bekämpft man am besten mit hybrider Inkompetenz, bei der niemand mehr genau sagen kann, ob die Untätigkeit nun analoger oder digitaler Natur ist. Dass man für die Abwehr von Desinformation und Sabotage nun eine vierte Behörde braucht, ist in etwa so effizient, als würde man ein Loch im Eimer dadurch reparieren, dass man daneben drei weitere Eimer mit Löchern aufstellt, um das auslaufende Wasser demokratisch zu verteilen. Das Ziel ist klar definiert: Man möchte so viele Koordinierungsgremien schaffen, dass ein potenzieller Angreifer vor lauter bürokratischer Langeweile freiwillig das Handtuch wirft, noch bevor er das erste Trojanische Pferd in die Excel-Tabelle des Innenministeriums geschleust hat. Die neue Behörde fungiert dabei als das intellektuelle Äquivalent einer Brandschutzübung in einer Unterwasserstation. Man darf gespannt sein, wann das fünfte Zentrum folgt, das dann ausschließlich dafür zuständig ist, die ersten vier Zentren daran zu erinnern, dass sie eigentlich existieren. Am Ende ist die einzige wirklich ernstzunehmende hybride Bedrohung für diesen Staat ohnehin die Gefahr, dass ein Faxgerät im Ernstfall eine Fehlermeldung auf Französisch anzeigt.

17.06.2026, 04:00 · Ausgabe Nr. 45

Original Nachricht

Drei Abwehrzentren gibt es schon - nun sind es vier: Das neue Zentrum soll Maßnahmen zur Abwehr hybrider Bedrohungen koordinieren. Um welche Gefahren geht es? Und warum braucht es das gerade jetzt?

Quelle: tagesschau.de