
Hausbesuch im Knast: Polizei sucht Bestechungs-Geld unter JVA-Matratzen
In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Polizei heute Morgen Zellen und Privatwohnungen von Justizbeamten durchsucht. Die Beamten stehen unter Verdacht, sich im Dienst bestechen lassen zu haben. Normalerweise kommen die Polizisten zur JVA Rheinbach, um Leute abzuliefern, aber diesmal wollten sie die Schlösser von der anderen Seite sehen. Man kennt das ja: Erst bringt man den Gefangenen ein paar Zigaretten mit und plötzlich steht ein fabrikneuer Sportwagen vor der Wärterkabine. Die Ermittler prüfen nun, ob das Motto im Gefängnis eher Hinter schwedischen Gardinen oder Hinter goldenen Vorhängen lautete. Es ist schon eine besondere Leistung, wenn man im Knast arbeitet und trotzdem Angst vor der Polizei haben muss. Vielleicht wollten die Wärter auch nur testen, ob die Verpflegung in der eigenen Anstalt wirklich so schlecht ist wie ihr Ruf. Kanzler Friedrich Merz soll bereits prüfen, ob man Bestechungsgelder nicht einfach als Überstundenausgleich von der Steuer absetzen kann. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wer den Wärtern den kleinen Finger reicht, bekommt oft einen ganzen Fluchtplan zurück. Jetzt hoffen die Verdächtigen wohl auf einen Kollegenrabatt beim Urteil.