← Zur Übersicht
Jedes vierte neue Auto in Deutschland fährt mittlerweile rein elektrisch und verzichtet komplett auf Benzin. Die Deutschen kaufen Stromer wie früher Klopapier, was vor allem an der Angst vor Benzinpreisen liegt. Bundeskanzler Friedrich Merz freut sich über die Zahlen, auch wenn er selbst lieber mit dem Privatjet von oben auf die Ladesäulen herabschaut. In den Städten ist die Stimmung allerdings am Boden, weil Elektroautos zwar leise fahren, beim Parkplatzkampf aber trotzdem genauso laut hupen wie alte Diesel. Das Hauptproblem bleibt der Kabelsalat in den Wohngebieten. Wer keinen eigenen Stellplatz hat, wirft nun das Verlängerungskabel aus dem dritten Stock direkt auf den Gehweg. In Berlin-Mitte sieht es bereits aus wie in einem schlecht sortierten Handyladen, nur dass man über die Kabel stolpert, statt sie zu kaufen. Experten warnen, dass bald die ersten Omas in den Kabelschlingen gefangen werden, während die Autos munter laden. Regional gibt es große Unterschiede beim Kaufrausch. Während im reichen Süden jeder Zweitwagen an der Steckdose hängt, fragen sich die Menschen im Osten noch, ob man den Akku auch mit Braunkohle direkt im Kofferraum füttern kann. Am Ende bleibt eine Gewissheit für alle Besitzer eines neuen E-Autos. Man spart zwar CO2, verbringt dafür aber die Hälfte seines Lebens an einer Raststätte und starrt traurig auf eine Batterieanzeige, die sich langsamer bewegt als ein Beamter kurz vor dem Feierabend.
Wirtschaft

Elektroauto-Boom: Deutschland unter Strom – Verlängerungskabel im Garten droht

Jedes vierte neue Auto in Deutschland fährt mittlerweile rein elektrisch und verzichtet komplett auf Benzin. Die Deutschen kaufen Stromer wie früher Klopapier, was vor allem an der Angst vor Benzinpreisen liegt. Bundeskanzler Friedrich Merz freut sich über die Zahlen, auch wenn er selbst lieber mit dem Privatjet von oben auf die Ladesäulen herabschaut. In den Städten ist die Stimmung allerdings am Boden, weil Elektroautos zwar leise fahren, beim Parkplatzkampf aber trotzdem genauso laut hupen wie alte Diesel. Das Hauptproblem bleibt der Kabelsalat in den Wohngebieten. Wer keinen eigenen Stellplatz hat, wirft nun das Verlängerungskabel aus dem dritten Stock direkt auf den Gehweg. In Berlin-Mitte sieht es bereits aus wie in einem schlecht sortierten Handyladen, nur dass man über die Kabel stolpert, statt sie zu kaufen. Experten warnen, dass bald die ersten Omas in den Kabelschlingen gefangen werden, während die Autos munter laden. Regional gibt es große Unterschiede beim Kaufrausch. Während im reichen Süden jeder Zweitwagen an der Steckdose hängt, fragen sich die Menschen im Osten noch, ob man den Akku auch mit Braunkohle direkt im Kofferraum füttern kann. Am Ende bleibt eine Gewissheit für alle Besitzer eines neuen E-Autos. Man spart zwar CO2, verbringt dafür aber die Hälfte seines Lebens an einer Raststätte und starrt traurig auf eine Batterieanzeige, die sich langsamer bewegt als ein Beamter kurz vor dem Feierabend.

16.07.2026, 13:00 · Ausgabe Nr. 471

Original Nachricht

Elektroautos gewinnen weiter an Bedeutung: Ihr Anteil an den Neuzulassungen ist bundesweit deutlich gestiegen. Fast jedes vierte neue Auto fährt rein elektrisch. Doch es gibt regionale Unterschiede.

Quelle: tagesschau.de