
Heimweh-Hass: Südafrikanische Fremdenfeinde werden vom Ausland bezahlt
In Südafrika demonstrieren Gruppen lautstark gegen Ausländer und wollen diesen Protest sogar bis November durchziehen. Die Regierung vermutet nun eine pikante Wahrheit hinter dem Hass auf alles Fremde: Die Wut wird offenbar mit Geld aus dem Ausland finanziert. Das ist echte Effizienz beim Diskriminieren. Man lehnt Menschen von draußen ab, lässt sich aber die Plakate von genau dort bezahlen. Wahrscheinlich kam das Geld per Blitzüberweisung aus Übersee, während man gerade die Grenze zuschrie. Die Demonstranten zeigen damit eine beeindruckende Flexibilität im Kopf. Sie sagen Nein zum Nachbarn, aber Ja zum Scheck aus London oder New York. In der Politik nennt man das wohl ein klassisches Eigentor mit Ansage. Bundesaußenminister Johann Wadephul schaut sich das Spektakel sicher genau an. Vielleicht ist das ein neues Geschäftsmodell für die Weltwirtschaft. Man hasst global und kassiert lokal. Wenn der Hass aus dem Ausland kommt, ist er dann eigentlich auch ein Einwanderer, den man abschieben muss? Die Organisatoren haben jedenfalls genug Geld für viele Demos. So viel Einsatz für Fremdenhass war selten so international aufgestellt. Wer die Freiheit will, muss eben wissen, wer die Rechnung zahlt. Am Ende bleibt nur eine Frage offen. Wenn alle Ausländer weg sind, wer überweist dann eigentlich die nächste Prämie für die gute Laune beim Protestieren?