
Burnham wird Labour-Chef: Manchester-Kur für das ganze Land
Der frühere Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, übernimmt heute die Führung der britischen Labour-Partei und will am Montag direkt ins Büro des Premierministers umziehen. In Manchester ist er so beliebt, dass die Leute ihn für eine Mischung aus Robin Hood und einem sehr netten Busfahrer halten. Jetzt will er seinen Erfolg auf ganz Großbritannien übertragen. Seine Strategie ist denkbar einfach. Alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, bekommt ein Manchester-Label aufgeklebt. Kritiker sagen, er habe so viel Hoffnung im Gepäck, dass der Koffer am Flughafen Heathrow bestimmt wegen Übergepäck hängen bleibt. Burnham verspricht das Blaue vom Himmel. Er will, dass die Briten wieder lächeln, außer beim Zahnarzt, weil das dort zu teuer ist. In London herrscht Panik. Die feinen Politiker haben Angst, dass bald überall Akzent gesprochen wird und Regentropfen zur Pflicht-Deko gehören. Burnham sieht das locker. Er will das Land so umbauen, dass selbst die Queen im Grab vor Freude laut mitsingen würde. Ob sein Plan aufgeht oder er am Dienstag schon wieder Fahrkarten in Manchester kontrolliert, weiß bisher nur sein Friseur. Der Sieg scheint sicher, solange niemand merkt, dass er statt Goldbarren nur Manchester-Torten im Tresor hat.