
Lofoten kassieren jetzt Eintritt: Fjord-Gucken teurer als Parkhaus-Parken
Die norwegische Inselgruppe Lofoten führt eine Tourismusabgabe ein, um die riesigen Menschenmassen und den Müllberg in den Griff zu bekommen. Wer dort künftig einen Berg bestaunen will, muss erst das Portemonnaie öffnen. Früher kamen die Urlauber für die Stille, heute finden sie nur noch tausend weiße Wohnmobile, die wie eine Herde verirrter Kühlschränke auf den Äckern stehen. Die Behörden hoffen, dass die Gebühr die Besucher abschreckt. Doch Experten glauben, dass reiche Touristen für ein Selfie am Abgrund sogar ihre Großmutter verpfänden würden. Die Einheimischen haben die Nase voll davon, dass jeder Vorgarten als öffentliches Klo benutzt wird. Inzwischen plant die Verwaltung schon den nächsten Schritt für mehr Ordnung. Wer beim Wandern nicht mindestens drei Schafe streichelt und dabei ein norwegisches Volkslied pfeift, zahlt doppelt. Bundeskanzler Friedrich Merz beobachtet das Modell genau. Er überlegt bereits, ob man für das Betreten des Sauerlands bald eine Maut für Wanderstock-Spitzen einführen kann. Am Ende bleibt den Urlaubern nur eine Wahl: Entweder sie zahlen für die Aussicht oder sie schauen sich zu Hause einfach ein Bild vom Meer an und stellen sich dazu in eine volle Abstellkammer. Das spart Geld und fühlt sich fast genauso eng an.