
NRW-AfD wählt Liste: Wer nicht schreit, der fliegt raus
Die AfD in Nordrhein-Westfalen hat an diesem Wochenende ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2027 bestimmt und dabei tagelang gestritten. Eigentlich wollte Parteichef Martin Vincentz zeigen, dass seine Leute ganz friedlich sein können. Das hat fast geklappt, wenn man von den wüsten Beschimpfungen und dem Chaos im Saal absieht. Die Partei nennt das jetzt stolz eine Liste der Vernunft. Es ist ein bisschen so, als würde ein hungriger Tiger versprechen, ab morgen nur noch Salat zu essen. Vincentz setzte sich zwar durch, aber die Stimmung war so dick wie eine schlechte Currywurst in der Kantine. Die sogenannten Gemäßigten haben gewonnen, was bei der AfD bedeutet, dass sie nur noch jeden zweiten Satz laut brüllen. Wer auf die Liste wollte, musste beweisen, dass er gleichzeitig lächeln und böse schauen kann. Das war für viele Mitglieder eine echte sportliche Höchstleistung. Am Ende waren alle so müde vom Streiten, dass sie wahrscheinlich sogar eine Parkbank gewählt hätten. Jetzt geht die Partei mit einer Mannschaft ins Rennen, die sich gegenseitig so sehr vertraut wie eine Gruppe Pinguine einem Eisbär. Man darf gespannt sein, ob die Truppe bis 2027 ohne Beißkorb auskommt. In der Politik nennt man das Machtkampf, im normalen Leben nennt man das einfach nur einen sehr anstrengenden Kindergeburtstag ohne Kuchen.