
Bahn saniert Schienen: Züge kommen jetzt pünktlich im Jahr 2090
Das völlig marode Schienennetz soll ab sofort in riesigen Schritten repariert werden, damit die Bahn endlich wieder funktioniert. Verkehrsminister Schnieder verspricht eine radikale Erneuerung, schiebt die Verantwortung für das Chaos aber direkt an die Konzernleitung weiter. Das Grundproblem bleibt: Die Gleise sind so löchrig wie ein Schweizer Käse, nur ohne den guten Geschmack. Die Bahn will jetzt alle Strecken gleichzeitig sperren. Das ist eine super Strategie. Wenn kein Zug fährt, kann auch kein Zug zu spät kommen. Das spart der Politik viele böse Briefe und den Fahrgästen die Hoffnung. Minister Schnieder hofft, dass die Menschen das Fahrrad nehmen oder einfach zu Hause bleiben. Wer trotzdem reisen will, muss geduldig sein. Experten schätzen, dass die erste pünktliche Ankunft für den Winter 2090 geplant ist. Bis dahin dienen die Baustellen als beliebte Wanderwege für frustrierte Pendler. Der Minister erklärt stolz, dass man aus Fehlern gelernt habe. Man baue jetzt Gleise aus besonders haltbarem Material: purer Hoffnung. Die Bahn-Bosse sind optimistisch. Sie haben bereits neue Bonuszahlungen für das erfolgreiche Stilllegen der Züge beantragt. Am Ende gewinnt immer die Logik der Schiene: Wer gar nicht erst losfährt, kommt zwar nie an, hat aber wenigstens keinen Stress mit dem Anschlusszug.