
Grünen-Chefin Brantner will Merz bei der Hausarbeit helfen
Die Grünen-Chefin Franziska Brantner hat Bundeskanzler Friedrich Merz im ARD-Sommerinterview dazu aufgefordert, sich nach dem Rücktritt von Jens Spahn endlich zu befreien. Sie hofft nach dem Chaos im Kabinett auf einen Neuanfang und sorgt sich gleichzeitig um die anstehenden Landtagswahlen. Brantner klingt dabei wie eine besorgte Therapeutin, die ihrem Patienten rät, endlich die alten Socken auszusortieren. Sie meint, Merz könne jetzt zeigen, dass er mehr ist als nur ein Mann im teuren Anzug. Vielleicht hofft sie heimlich, dass er aus Versehen ein paar grüne Windräder in den Garten stellt, wenn er schon mal beim Aufräumen ist. Der Kanzler selbst scheint von dieser Befreiung wenig zu halten. Er regiert lieber weiter, während seine Minister weglaufen wie Gäste von einer schlechten Party. Brantner sieht die Landtagswahlen im Herbst kommen wie eine Wand aus Beton. Wahrscheinlich denkt sie, wenn Merz sich befreit, fällt er wenigstens weich auf die grünen Polster. Am Ende ist diese Befreiung wohl wie ein kaputter Reißverschluss. Man zieht und zieht, aber am Ende steht man doch im Hemd da. Die Grünen warten nun geduldig darauf, dass Merz den Müll rausbringt.