← Zur Übersicht
Die EU-Kommission verhängt eine Strafe von 550 Millionen Euro gegen den Online-Händler AliExpress, weil das Unternehmen illegale Angebote nicht stoppt. Offenbar war es Brüssel leid, dass man dort morgens eine Zahnbürste bestellt und abends ein radioaktives Hamsterrad geliefert bekommt. Die Beamten kritisieren, dass AliExpress zu wenig Personal hat, um zwielichtige Händler zu jagen. Wahrscheinlich arbeiten dort zwei Rentner und ein dressierter Goldfisch, um eine Milliarde Pakete zu prüfen. Die Strafe von 550 Millionen Euro klingt erst einmal nach viel Geld. In AliExpress-Währung sind das allerdings nur drei Milliarden blinkende Plastik-Einhörner und ein Haufen gefälschter Turnschuhe. Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte das harte Durchgreifen und hofft, dass die EU das Geld nicht in Cent-Münzen per Schiffscontainer annimmt. Experten vermuten, dass AliExpress die Strafe einfach bezahlt, indem sie nächsten Monat die Versandkosten für selbsttätig brennende Lichterketten um zwei Cent erhöhen. Wenn man Pech hat, bekommt man nach der Zahlung der Strafe von der EU-Kommission eine Versandbestätigung aus Peking, die man aber leider nicht lesen kann. Am Ende bleibt alles beim Alten: Wer für einen Euro ein Smartphone bestellt, darf sich nicht wundern, wenn im Paket nur ein Foto von Xi Jinping und eine leere Batteriehülle liegen.
Wirtschaft

EU verdonnert AliExpress zu Riesenstrafe wegen Schrott-Flut aus China

Die EU-Kommission verhängt eine Strafe von 550 Millionen Euro gegen den Online-Händler AliExpress, weil das Unternehmen illegale Angebote nicht stoppt. Offenbar war es Brüssel leid, dass man dort morgens eine Zahnbürste bestellt und abends ein radioaktives Hamsterrad geliefert bekommt. Die Beamten kritisieren, dass AliExpress zu wenig Personal hat, um zwielichtige Händler zu jagen. Wahrscheinlich arbeiten dort zwei Rentner und ein dressierter Goldfisch, um eine Milliarde Pakete zu prüfen. Die Strafe von 550 Millionen Euro klingt erst einmal nach viel Geld. In AliExpress-Währung sind das allerdings nur drei Milliarden blinkende Plastik-Einhörner und ein Haufen gefälschter Turnschuhe. Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte das harte Durchgreifen und hofft, dass die EU das Geld nicht in Cent-Münzen per Schiffscontainer annimmt. Experten vermuten, dass AliExpress die Strafe einfach bezahlt, indem sie nächsten Monat die Versandkosten für selbsttätig brennende Lichterketten um zwei Cent erhöhen. Wenn man Pech hat, bekommt man nach der Zahlung der Strafe von der EU-Kommission eine Versandbestätigung aus Peking, die man aber leider nicht lesen kann. Am Ende bleibt alles beim Alten: Wer für einen Euro ein Smartphone bestellt, darf sich nicht wundern, wenn im Paket nur ein Foto von Xi Jinping und eine leere Batteriehülle liegen.

20.07.2026, 13:01 · Ausgabe Nr. 531

Original Nachricht

Zu wenig Personal, um illegale Angebote aufzuspüren, kein entschiedenes Vorgehen gegen zwielichtige Händler: Die EU-Kommission geht gegen den chinesischen Händler AliExpress vor - mit einer Rekordstrafe. Von Kathrin Schmid.

Quelle: tagesschau.de